Die Mitglieder der SPD Ebern trafen sich in der Alten Schule im Eberner Ortsteil Albersdorf. Über die Versammlung berichtet der Ortsverein. Die Arbeit auch von politschen Parteien leide unter der Corona-Pandemie, stellte Vorsitzender Eckart Roeß fest. Er sei froh, wieder mal ein Treffen zu haben, auch unter den bestehenden Hygienevorschriften.

Roeß und der Ortssprecher aus Weißenbrunn, Andreas Kern, beleuchteten den Kommunalwahlkampf und dessen für den Ortsverein unbefriedigenden Ausgang. Zwei Sitze im Gremium gingen verloren. Mit vier Mandaten plus Bürgermeister werde es schwerer, Themen voranzubringen, so Roeß. Dagegen habe der Wähler den Einsatz von Bürgermeister Jürgen Hennemann für Stadt und Bürger anerkannt. Stadträtin Irene Jungnickl zeigte sich erfreut, dass neue, junge Gesichter in der Eberner SPD aufgetaucht seien und sich engagierten.

Noch mehr Photovoltaik

Stadtrat Werner Riegel berichtete aus der Stadtratsarbeit. Aktuell gehe es um weitere Solaranlagen, möglichst mit kommunaler Beteiligung. Die Diskussion um Anzahl und Flächengrößen werde derzeit geführt. Jürgen Hennemann ergänzte, dass weitere Solaranlagen in einer Kommunalgesellschaft entstehen könnten. Zudem berichtete er, dass das Vorhaben Bürgersolaranlage auf Bauhof und Feuerwehrhaus auf der Zielgeraden angelangt sei. Die Bürger sollen sich an der Aufdachanlage beteiligen können und an der Rendite teilhaben, so Hennemann.

Zum Vorhaben "Sanierung des Eberner Freibades" durch die Bewerbung um Fördermittel des Bundes sowie dem geplanten Neubau der Landesbaudirektion auf dem Gelände des ehemaligen Gasthauses "Post" berichtete Werner Riegel aus dem Bauausschuss.

Spezialisierung verschlafen?

Bürgermeister Hennemann berichtete aus der Kreistagsarbeit. Er sprach die immer größer werdenden Defizite der Haßbergkliniken an, derentwegen immer um die zwei Standorte diskutiert werde. Es gehe um Nutzung und Erhalt des Eberner Krankenhauses und des Gesundheitsstandorts.

Vorstandsmitglied Ernst Harnold meinte, dass eine Spezialisierung auf ein Behandlungsfeld verschlafen worden sei. Der Staat müsse eine Verknüpfung der Krankenhausleistungen mit Pflegeleistungen ermöglichen. Nur so könne eine Gesundheitsversorgung vor Ort in kleinen Häusern am Land ermöglicht werden, befand Roeß, und Hennemann forderte dafür einen Modellversuch.

Die Einführung der Gelben Tonne wurde leidenschaftlich diskutiert. Nach Meinung der Vorstandsmitglieder Werner Freibott und Harald Martin wurde der Gedanke der Nachhaltigkeit zugunsten der Bequemlichkeit aufgegeben. Die kommunalen Wertstoffhöfe müssten erhalten werden.

Delegierte für die Bundestagswahlkreiskonferenz der SPD sind Jürgen Hennemann, Ruth Metter und Eckart Roeß, Ernst Harnold, Brunhilde Giegold und Uli Zettelmeier. Eine Bundeswahlkreiskonferenz der SPD soll am 13. November ab 19 Uhr in der Frauengrundhalle in Ebern abgehalten werden. red