Bayern und auch der Landkreis Forchheim beginnen am Sonntag, 27. Dezember, mit den ersten Impfungen gegen das Sars-Covid-2-Virus. Der Kreis Forchheim hat dafür ein Impfzentrum im ehemaligen Don-Bosco-Jugendheim in Forchheim eingerichtet. Zudem sollen mobile Impfteams vor allem in den Alten- und Pflegeheimen den Impfstoff verabreichen.

Der Impfstoff reicht anfangs nicht für alle - es sollen laut Pressemitteilung des Landratsamts daher die besonders gefährdeten Menschen zuerst geschützt werden. Um diese am stärksten risikobelasteten Personengruppen als Erstes schützen zu können, werden diese vor allem durch mobile Impfteams direkt vor Ort in den Alten- und Pflegeheimen geimpft. Parallel dazu werden Bewohner über 80 im Impfzentrum geimpft. "Endlich ein Lichtblick inmitten der Pandemie, der uns Hoffnung für 2021 gibt. Danke allen, die das ermöglichen. Und danke allen, die sich impfen lassen", so Landrat Hermann Ulm.

Reihenfolge für die Impfungen

In der Anfangsphase wird nicht genügend Impfstoff für einen flächendeckenden Einsatz vorliegen. Deswegen wird eine Reihenfolge für die Impfungen festgelegt. Menschen, bei denen das Risiko eines schweren Verlaufs hoch ist, sowie Menschen mit einer hohen Ansteckungsgefahr aus beruflichen Gründen sollen auf freiwilliger Basis zuerst geimpft werden. In einem zweiten Schritt soll die Impfung der gesamten bayerischen Bevölkerung offenstehen. Grundlage für die Reihenfolge ist die Corona-Impfverordnung des Bundes vom 18. Dezember.

Danach soll die Impfung zunächst Personen über 80 und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden. Diese seien besonders gefährdet. Gleichzeitig empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfung medizinischem Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und Personal in der Altenpflege.

Terminvereinbarung

Das Impfzentrum ist nur nach Anmeldung zu betreten. Die Terminvergabe erfolgt über die Impfstelle. Die Impfzentren vergeben die Termine zur Impfung je nach Verfügbarkeit an entsprechend priorisierte Personengruppen. Personen über 80 Jahren, die sich impfen lassen wollen, können sich ab sofort telefonisch unter 09191/950-4606 oder per E-Mail unter termin.impfzentrum@ugef.com für einen Termin anmelden. Ein Anruf ist Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr und an den Sonn- und Feiertagen von 8 bis 12 Uhr möglich.

Bei der Planung sollte beachtet werden, dass gleich zwei Termine vereinbart werden, da nach 21 Tagen eine zweite Impfung notwendig ist, um den vollen Immunschutz zu erhalten.

Benötigte Dokumente

Neben der Terminbestätigung sollte der Impfausweis, falls vorhanden, zu der Impfung mitgebracht werden. Falls vorhanden, sollten auch wichtige Unterlagen wie ein Herzpass, ein Diabetikerausweis oder eine Medikamentenliste mitgebracht werden.

Die Corona-Schutzimpfung wird wie jede andere Impfung auch im Impfausweis oder in einer Impfbescheinigung dokumentiert. Zur Vorbereitung können sich Bürger bereits die Aufklärungsbögen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und die Datenschutzinformationen herunterladen: Einwilligungserklärung in die Schutzimpfung gegen Covid-19, Aufklärungsmerkblatt zur Impfung, Hinweise zur Impfaufklärung, Datenschutzinformation der Digitalen Impfverwaltung Bayern.

Kosten der Impfungen

Die Finanzierung der Impfstoffe übernimmt der Bund. Die Kosten für den Betrieb der Impfstellen teilen sich Bund und Länder. Die Impfungen gegen das Coronavirus sind für die Bevölkerung kostenlos. red