Mit einem Dankabend in der Gaststätte "Preußla" sagte die Projektgruppe "In der Heimat wohnen" ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern und Helfern "Vergelt´s Gott". "Ohne euer vorbildliches Engagement wäre Vieles nicht möglich", würdigte Quartiersmanagerin Angela Lohmüller den unermüdlichen Einsatz der Frauen und Männer. Die Gruppe ist seit zehn Jahren in der Gemeinde Altenkunstadt aktiv.

Das Projekt "In der Heimat wohnen" wurde nach Aussage der Diplom-Sozialpädagogin vom Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und der Josephs-Stiftung entwickelt. In Altenkunstadt werde es seit 2009 vom Caritasverband für den Landkreis Lichtenfels in enger Kooperation mit der Gemeinde, dem Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund und der Friedrich Baur GmbH umgesetzt. "Wir möchten ein Wohnmodell verwirklichen, das Menschen in allen Lebensphasen den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung gewährleistet", beschrieb Lohmüller die Ziele des Projekts. Die Gruppe zählt der Quartiersmanagerin zufolge 17 ehrenamtliche Mitarbeiter, die regelmäßig aktiv sind. Hinzu kämen noch zahlreiche Helfer. "Es zählt nicht nur, was ihr macht, sondern auch, wie ihr es tut, nämlich mit Liebe und Hingabe. Alles, was ihr macht, ist total wertvoll", erklärte Lohmüller.

Bei einer Vorstellungsrunde informierten die Ehrenamtlichen über ihre Tätigkeiten. Dabei wurde deutlich, welch breites Spektrum an Aktivitäten in den vergangenen zehn Jahren entstanden ist. Die Palette reicht von Bilder- und Filmabenden über Kochveranstaltungen bis hin zu Theateraufführungen, Konzerten und Wanderungen. Zusammen mit dem Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund richtet die Projektgruppe jedes Jahr den "Altenkunstadter Adventsmarkt" aus und in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Kreativkreis "Die Montagsbastler" gestaltet man im Frühling vor dem Seniorenheim einen Osterbrunnen.

Frische Brötchen frei Haus

Reinhold Hüttner erzählte von seinem Frühstücks-Service: "An sieben Tagen in der Woche bringe ich Mitbürgern auf Wunsch frische Brötchen oder Kuchen ins Haus." Um häusliche "Stolperfallen" zu beseitigen und dadurch Unfälle zu vermeiden, bietet die Projektgruppe kostenlose Wohnraum-Anpassungsberatung an. Mitglied Martha Weidlich hat sich dafür zur Beraterin ausbilden lassen.

Marita Gabeli informierte über das "Altenkuschter Bürgercafé", das einmal im Monat jeweils am Sonntagnachmittag im Speisesaal des Seniorenzentrums seine Pforten öffnet. Als Generationen verbindende Erlebnisse bezeichnete Angela Lohmüller die bunten Nachmittage für Kinder und Senioren zusammen mit dem Kids-Club der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Die wöchentliche Gymnastik für ältere Menschen unter Leitung von Annegret Weinlein kommt ihren Worten zufolge derart gut an, dass man demnächst eine zweite Gruppe ins Leben rufen wird. "Jeder macht das, was er kann. Zusammen sind wir eine starke Truppe", fasste die Quartiersmanagerin zusammen.

"Wenn alles einen Preis hat, dann hat nichts einen Wert", sagte Verwaltungsleiter Philipp Gernlein vom Caritasverband. Das Schaffen der Mitarbeiter in der Projektgruppe habe keinen Preis, werde nicht bezahlt, aber gerade deshalb sei es von unschätzbarem Wert. Die Initiative habe einen guten Ruf, was nicht zuletzt der tüchtigen Quartiersmangerin Angela Lohmüller zu verdanken sei. Das Projekt laufe so gut, dass auch andere Gemeinden sich etwas Ähnliches wünschen. "Bleiben Sie uns als Ehrenamtliche erhalten - ohne Preis, dafür aber mit ganz viel Wert", bat Gernlein, der die Grüße von Kreisgeschäftsführer Thomas Geldner übermittelte.

"Wer sich ehrenamtlich engagiert, macht dies freiwillig und ohne Zwang. Ich freue mich deshalb, dass so viele Frauen und Männer in der Projektgruppe mitmachen", stellte Bürgermeister Robert Hümmer fest. Mit der Caritas verbinde die Gemeinde Altenkunstadt eine lange und gute Zusammenarbeit, die in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll. Hümmer lobte Dritte Bürgermeisterin Allmut Schuhmann, die sich als Seniorenbeauftragte der Gemeinde der Projektgruppe "In der Heimat wohnen" angeschlossen habe. Angela Lohmüller trug ein Neujahrsgebet vor. Von Pfarrer Herrmann Kappen aus Münster 1883 verfasst, regt es sowohl zum Nachdenken wie auch zum Schmunzeln an. Ein gemeinsames Dankessen rundete den Helferabend ab. Für jeden Mitarbeiter gab's ein kleines Geschenk. bkl