Zur Jahresabschlussveranstaltung trafen sich die Schulweghelfer von Lichtenfels und Schney auf Einladung der Stadt in der Gaststätte "Karolinenhöhe", um mit Alfons Hrubesch, dem Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht, noch einmal auf das vergangene Jahr zurückzublicken.

Alfons Hrubesch sagte, die über 800 im Landkreis tätigen Schulweghelfer, davon etwa 100 in Lichtenfels und Schney, hätten bei Wind und Wetter jeweils am Morgen und um die Mittagszeit den Schulweg der Kinder gesichert und zusammen 33 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Hrubesch freute sich besonders, dass sich auch in diesem Jahr wieder sieben neue Schulweghelfer bereit erklärt hätten, mitzuhelfen, die Schüler sicher über die Straßen zu bringen. Er würdigte vor allem die Gruppenleiterinnen Hedwig Träger, Yvonne Nowotny und Diana Nützel, die die Schulwegdienste in Lichtenfels, Schney und in der Langheimer Straße in Lichtenfels koordinieren.

Viel Verkehr am Morgen

Die Schulweghelfer würden zusammen mit Alfons Hrubesch einen bemerkenswerten Beitrag zur Sicherheit der Schüler leisten, unterstrich Bürgermeister Andreas Hügerich. Im Stadtgebiet herrsche gerade in den Morgenstunden und um die Mittagszeit viel Verkehr, deshalb sei es nicht hoch genug einzuschätzen, dass sich viele Eltern bereit erklären, die Schüler und Kindergartenkinder an den Übergängen sicher über die Straße zu bringen.

Der Lichtenfelser Polizeiinspektionsleiter Erich Günther betonte, dass die Polizei in den Schulen und Kindergärten mit den beiden Verkehrserziehern Thomas Heublein und Ileen Fischer-Köhn viele präventive Maßnahmen durchführe. Die Polizei könne aber im Hinblick auf die Verkehrssicherheit nicht alles leisten. Polizeihauptkommissar Michael Lang ging als Sachbearbeiter Verkehr mit einer kleinen Statistik auf die Schulwegunfälle im ersten Halbjahr 2018 ein und verglich sie mit den Daten im gleichen Zeitraum 2017. So habe es vom 1. Januar bis 30. Juni 2018 in Oberfranken 21 Schulwegunfälle mit acht Schwerverletzten gegeben gegenüber 21 Unfällen mit drei Schwerverletzten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017. Bayernweit passierten im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 344 Schulwegunfälle (Vorjahreszeitraum 338) mit 48 (46) Schwerverletzten und 4 (1) getöteten Kindern.

Alfons Hrubesch verwies darauf, dass 2019 neben einer Tagesfahrt im Juni eine Vier-Tage-Reise im Juli nach Slowenien auf dem Programm stehe. Zum Schluss verabschiedete er mit Christine Täubert eine Schulweghelferin, die fast ein Vierteljahrhundert den ehrenamtlichen Dienst verrichtete. Auch Jenny Nützel dankte er für ihre zweijährige Dienstzeit. thi