Größeren Erklärungsbedarf gab es im Gemeinderat von Kleinsendelbach zum Kanal im Zwetschgenweg in Schellenberg. Dort hatte Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWK) die Bürger informiert, dass sie selbst für die Sanierung des Kanals zuständig seien. Die betroffenen Bürger erheben dagegen Bedenken, da die Straße öffentlich gewidmet ist.

"Es ist richtig", sagte die Bürgermeisterin, "dass der Zwetschgenweg 1999 für die Öffentlichkeit zum Befahren freigegeben wurde. Dennoch befindet sich die Straße weiterhin im Eigentum der Anlieger." Die Baulast der Straße sei laut Eintragungsverfügung der Gemeinde Kleinsendelbach zugewiesen. Dies beziehe sich jedoch im Rahmen des Werkverzeichnisses nur auf die Straße und nicht auf die unter der Straße liegenden Versorgungsleitungen. Das bedeute, dass der Kanal wie jeder andere Kanal durch Privatgrund ohne Sonderzuweisung bei den jeweiligen Grundstückseigentümern verbleibt. Das gelte auch für die Überwachungs- und Überprüfungspflichten. Festgestellte Mängel an dem Kanal müssten unverzüglich beseitigt werden. Das Gremium beschloss einstimmig, den Beschluss dem Bürger zur Information zukommen zu lassen.

Anschließend beschlossen die Räte die Auftragsvergabe zur Sanierung weiterer Kanäle in Schellenberg mit den unterschiedlichsten Zustandsklassen. Nach fachtechnischer Wertung konnten vier Angebote bewertet werden. In folgenden Straßen erfolgen Sanierungen: Etlaswinder Straße, Bergstraße, Großenbucher Weg und Kirschenstraße.

Der Zwetschgenweg muss ebenfalls dringend saniert werden. Die Kosten hierfür betragen 4529 Euro.

Das Gremium vergab einstimmig den Auftrag zur Kanalsanierung an die Firma Diringer (Röthenbach) zum Preis von 227 873 Euro.