Der unterfränkische Bezirksvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende der Europa-Union Bayern, Dr. Reinhard Schaupp aus Hammelburg, wurde bei der Landesversammlung in Bayreuth wieder in den Bundesausschuss gewählt.

Eine zentrale Forderung der Delegierten ist die Einführung von Europa-Gemeinderäten in Bayern nach österreichischem Vorbild. "Die Gesetzgebung der Europäischen Union und die Vergabe von Fördermitteln beeinflussen zahlreiche kommunale Handlungsfelder", so Reinhard Schaupp. Nach seinen Worten fängt Europa in der Gemeinde an. Deshalb fordert die Europa-Union in Bayern eine flächendeckende Berufung sogenannter Europa-Gemeindräte aus den Reihen der gewählten Mandatsträgerinnen und mandatsträger oder der Zivilgesellschaft. Sie können auf lokaler und regionaler Ebene die Ratsgremien bei der Umsetzung von EU-Entscheidungen unterstützen, europarelevante Themen an den Kreistag, die Bezirksregierungen, den Bayerischen Landtag und die Staatsregierung herantragen und Bürgerinnen und Bürger über aktuelle Entwicklungen in der Europäischen Union informieren. Die Europa-Gemeinderäte sind somit erste Ansprechpartner vor Ort, wenn es um die soziale, politische und wirtschaftliche Ordnung in den Kommunen geht. Der Landtag wurde aufgefordert, das vorgeschlagene Konzept umzusetzen. Laut Schaupp ist es Aufgabe des Bezirksverbandes, das Angebot an die Kommunen in Unterfranken heranzutragen, damit Europa-Gemeinderäte langfristig ein fester Bestandteil der kommunalen politischen Infrastruktur werden. red