Mit einem überraschenden Sieg und einer erwarteten Niederlage ist der Schachclub Forchheim von der Doppelrunde in Augsburg zurückgekehrt. In der 2. Bundesliga-Ost ist die Mannschaft dem Klassenerhalt einen wichtigen Zug nähergekommen.

SF Bad Mergentheim -
SC Forchheim 3,5:4,5
Mit ihrer Phalanx aus Groß- (GM) und Internationalen Meistern (IM) waren die Baden-Württemberger klare Favoriten - zumal die Forchheimer GM Vlastimil Jansa und Fidemeister (FM) Berthold Bartsch wegen der Senioren-WM in Marienbad sowie IM Alexander Seyb aufgrund seines Staatsexamens fehlten.
SC-Kapitän FM Manfred Heidrich kam nach einem Qualitätsopfer von GM Ivanov unter Druck und konnte die schwierige Stellung nicht halten. GM Milos Jirovsky steuerte am Spitzenbrett gegen GM Ikonnikov ein ungefährdetes Remis bei. IM Andreas Rupprecht wurde von GM Karpatchev mit einer Nebenvariante überrascht, investierte eine Stunde Bedenkzeit, fand aber keinen Ausgleichsweg. Der Russe in Diensten Bad Mergentheims verwertete seinen Vorteil nach 60 Zügen im Endspiel.
Der erste Lichtblick war Lukas Schulz, der einen Bauern opferte und die Partie souverän nach Hause brachte. FM Florian Ott bereitete dem soliden IM Alexander Gasthofer Kopfzerbrechen. Nach einem Turmopfer von Ott geriet er ins Hintertreffen.
Als Hans-Jürgen Döres gegen IM Panzalovic nach hartem Kampf das Remis sicherte, machte sich der SC Hoffnungen, denn Jörn Bade stand halbwegs ausgeglichen und Ersatzmann Phillipp Auburger im Läuferendspiel nur etwas schlechter. Bades Geger, IM Viktor Gasthofer, kam in starke Zeitnot, diese Chance ließ sich der Forchheimer nicht nehmen. Nach sechs Stunden hielt Edeljoker Auburger am Schlussbrett gegen Gross das schwierige Läuferendspiel und steuerte bei seinem Saisondebüt das nötige Remis bei.

SK Göggingen -
SC Forchheim 5,5:2,5
Gegen die Augsburger knüpfte das Team nicht an die gute Leistung an. Heidrich begann mit einem schnellen Remis gegen IM Pitl, dann ging es bergab. Der sonst so solide Rupprecht stellte in ausgeglichener Stellung zweizügig einen Turm ein, Schulz hatte gegen GM Schmittdiel keine Chance. Auburger holte erneut ein Remis. Schwer unter Druck kamen gleich in der Eröffnung Ott und Döres gegen die Serben GM Nestorovic und IM Stankovic sowie Bade gegen den Bulgaren IM Kukov. Döres und Bade sicherten immerhin einen halben Punkt. Ott musste die Überlegenheit des GM anerkennen. "Das Ergebnis ist verkraftbar, da das Wochenend-Ziel schon übererfüllt wurde," sagte Rupprecht. "Die Endspiele gegen die Mitabstiegskandidaten Passau, Garching und Erlangen liegen noch vor uns." UG