Mit den beiden Konzerten "Rossini gibt sich die Ehre" am vergangenen Wochenende in der Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche spielte sich Burkhard Ascherl alias Gioacchino Rossini in die Herzen der zahlreichen Zuhörer.

Wolfgang Amadeus Mozarts Ouverture zu seiner Oper "Die Entführung aus dem Serail" war das Entrée zu einem Orgelkonzert der besonderen Art.

Nach der witzigen Humoreske von Antonin Dvorák und dem beschwingten Ungarischen Tanz Nr. V von Johannes Brahms erklang der Gefangenenchor aus "Nabucco" von Giuseppe Verdi. In einem groß angelegtem Spannungsbogen gelang Ascherl eine eindrucksvolle Wiedergabe eines der bekanntesten Stücke der gesamten Opernliteratur.

Hauptwerk des Abends war die vierteilige Ouverture zu "Wilhelm Tell", Rossinis letzter Oper, die dieser 1829 im Alter von gerade mal 37 Jahren komponiert hatte. Nach ruhigem Beginn entwickelt sich ein heftiges Gewitter; nach Abklingen des Unwetters kehrt in der Pastoralszene mit konzertierender Flöte wieder Ruhe ein, bis ein plötzlich einsetzendes Jagdhornsignal in den mitreißenden Schluss der Ouverture mündet.

Bei bekannten Melodien aus der Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauß und dessen beliebtem Donau-Walzer nutzte Ascherl gekonnt die Farbenvielfalt seiner Schuke-Orgel, sodass die Zuhörer den Eindruck hatten, ein ganzes Orchester hätte auf der Orgelempore Platz genommen.

Zum Ende des Konzerts gab es mit dem Stück "The Yarmouth Belle" - basierend auf der Irish Jig "Off she goes" - des norwegischen Komponisten Sverre Eftestol noch eine kleine Überraschung.

Die flotte Melodie des irischen Volkstanzes entwickelte sich nach zartem Beginn zum fulminanten Abschluss eines beeindruckenden Konzerts.

Für den langanhaltenden Beifall bedankte sich der Interpret mit dem Radetzky-Marsch von Johann Strauß Vater, bei dem das Publikum spontan begeistert mitklatschte. red