An zwei Tagen bot das Kreisverbindungskommando (KVK) Erlangen-Höchstadt der Bundeswehr unter Oberstleutnant d. R. Frank Greif erstmalig im Rahmen einer Mittelpunktsübung in Höchstadt den Teilnehmern ein umfangreiches Programm zur Erweiterung und Vertiefung der Kenntnisse zur Katastrophenschutzunterstützung durch die Bundeswehr für zivile Hilfskräfte an. Eingeladen waren die Angehörigen der mittelfränkischen KVK.

Am ersten Tag waren die Übungsteilnehmer im Rot-Kreuz-Zentrum in Etzelskirchen und absolvierten unter der Leitung von Hauptfeldwebel d. R. Daniela Walcher eine ganztägige Ersthelferausbildung. Diese bestand aus dem Versorgen von Wunden und Brüchen, der Stabilisierung von Schockopfern und Bewusstlosen sowie der akuten Lebensrettung von Herz- oder Schlaganfallbetroffenen. Darüber hinaus vermittelte Daniela Walcher den Zuhörern auch, was zum Selbstschutz bei Unfällen zu beachten ist.

Der zweite Tag startete mit einer eindrucksvollen Ausbildung im Bereich atomarer, biologischer und chemischer Bedrohungen (ABC-Ausbildung) in der Aischtalhalle. Hier demonstrierte Oberstabsfeldwebel d. R. Jörg Gaschler den Übenden die Entwicklung und Zusammensetzungen der persönlichen ABC-Schutzausstattungen der Bundeswehr seit ihrer Gründung. Im Anschluss zeigte Gaschler mit Hilfe zweier Soldaten das An- und Ablegen der heute vorgeschriebenen persönlichen ABC-Schutzausstattung.

Ebenfalls im Rahmen der ABC-Ausbildung war auch der ABC-Dienst der Feuerwehr aus Herzogenaurach unter Führung von Erich Biermann mit Gerät und Fahrzeugen vor Ort. Biermann und seine Helfer erläuterten den Anwesenden die Fähigkeiten des ABC-Dienstes im Bereich des Aufspürens und Bekämpfens von atomaren, biologischen und chemischen Stoffen und präsentierten ihre Gerätschaften und Fahrzeuge.

Im Anschluss wechselten die Übungsteilnehmer auf den nahe gelegenen Petersbeck-Keller und nahmen dort an einer Andacht von Pfarrerin Kathrin Seeliger und Dekan Kilian Kemmer teil. Beide dankten in ihren Ansprachen den Reservisten für ihren "wertvollen und wichtigen Dienst an der Gesellschaft". Den Nachmittag verbrachten die Übungsteilnehmer dann im Fischersaal des Kulturzentrums. Dort brachte der künftige KVK-Stellvertreter Major d. R. Matthias Walz den Zuhörern die Ergebnisse der letzten Leiter- und Regionaltagung nahe und übernahm auch eine Vorbereitungsausbildung der Teilnehmer für eine im Herbst stattfindende Übung mittelfränkischer KVK in Feuchtwangen.

Parallel zu dieser Übung fand im Maria-Elisabeth-Schaeffler-Saal in der Kultur-Fabrik eine sicherheitspolitische Informationsveranstaltung des Regionalstabes Nord aus Nürnberg unter Oberst d. R. Markus Klaedtke statt. Eingeladen dazu waren die Bundes- und Landtagsabgeordneten, der Landrat sowie die Bürgermeister des Landkreises und Vertreter der Kreisverwaltung, der Polizei und der zivilen Hilfskräfte. Im Zuge des Vortrags von Oberst Klaedtke kamen vielerlei Fragen rund um die zivil-militärische-Zusammenarbeit (ZMZ) und die Rolle der Bundeswehr dabei auf. Als Ko-Referent fungierte weiterhin Oberstleutnant d. R. Frank Greif und präsentierte neben der Vorstellung seines KVK noch zum Abschluss die Anfang Mai von seinem KVK sowie der Kreisbrandinspektion Erlangen-Höchstadt und dem THW Baiersdorf absolvierte Großübung in der Rhönkaserne in Wildflecken. red