Die Zukunft der Fußballer des SV Cottenau ist ungewiss. Das war das Fazit aus der Jahreshauptversammlung, in der Vorsitzender Heiko Pittermann zu verstehen gab, dass eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Wirsberg nicht zustande kommt: "Heute Mittag habe ich einen Anruf vom TSV-Vorsitzenden Thomas Specht erhalten, dass eine SG seitens des TSV nicht gewünscht wird. Damit ist für unseren Verein eine Option weggefallen."

Es gehe nur noch darum, die Eigenständigkeit der SV-Fußballer zu erhalten oder eine Spielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen FC Kupferberg und FC Ludwigschorgast einzugehen. Die Entscheidung darüber müsse in Kürze getroffen werden, so Pittermann. Die Mitgliederzahl bezifferte er auf 141.

Der Vorsitzende verwies darauf, dass das Coronavirus das Vereinsleben weitestgehend lahmgelegt habe. Nur die Herbst-Kerwa des Fanclub habe stattgefunden. Zur SG mit dem ASV Marktschorgast meinte er, dass die anfängliche Euphorie schnell verflogen sei. Nach dem Trainerwechsel habe man zwar im letzten Spiel die Punktgleichheit mit dem TSV Thurnau erzielt, das Entscheidungsspiel in Ludwigschorgast vor rund 400 Zuschauern im Elfmeterschießen aber verloren. "Da jedoch die SG schon weit davor beendet worden ist, geht nun der ASV Marktschorgast allein in die A-Klasse."

Pittermann ging ferner auf die Sanierung des Sportplatzes ein. Vorgesehen sei nach momentaner Sachlage ein Sportfest vom 8. bis 10. Juli. Angedacht sei auch eine "Krenfleisch-Kerwa" im Herbst.

Um das Vereinsgelände auch weiterhin in Schuss zu halten, wünschte sich Vorsitzender Pittermann mehr Engagement der Vereinsmitglieder: "Das ist das Fundament, auf dem unser kleiner Dorfverein weiterleben kann." Er dankte besonders den Fanclub-"Mädels", die er als die Seele des Vereins bezeichnete, und würdigte die finanzielle Unterstützung durch die Marktgemeinde Wirsberg.

Es folgten die Berichte von Spielleiterin Brigitte Großmann und Kassier Michael Kollerer, der trotz Corona auf eine gute Kassenlage verweisen konnte.

Bürgermeister Jochen Trier (FW) hielt es für wichtig, Optionen für einen geordneten Spielbetrieb mit den in Frage kommenden Vereinen zu besprechen. "Man sollte aber nicht alle Türen zuwerfen, sagte er. Rei.