Die Sitzung des Adelsdorfer Bau- und Umweltausschusses, die am Mittwochabend im katholischen Pfarrzentrum in Adelsdorf abgehalten wurde, startete mit leichter Verspätung, da das Gremium zuvor den Jugendclub "Bunker" genauer in Augenschein genommen hatte, da dieser als Ausweichquartier für die Kita "Kunterbunt" dienen soll.

"Wir haben Gott sei Dank keinen Schimmel in der Kita", erklärte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW). "Der Boden ist schimmelfrei. Die Heizung läuft seit heute wieder. Morgen erhalten wir Klarheit, wie lange die Arbeiten noch dauern werden. Vielleicht brauchen wir dann das Ausweichquartier im Bunker nicht."

Mit einem von Matthias Goß formulierten Antrag der CSU-Fraktion, in welchem dieser um eine Straßenmarkierung auf den Zufahrtsstraßen im Baugebiet Seeside ersuchte, wurde die Sitzung fortgeführt. "Die Markierung auf der Fahrbahn soll die Schilder in dem verkehrsberuhigten Bereich ergänzen", führte Goß weiter aus. Fischkal wies darauf hin, dass eine Stellungnahme der Polizei eingeholt worden wäre. "Die Polizei hat Messungen durchgeführt und meint, dass Piktogramme eher nichts bringen würden."

"Aus Sicht der Polizei sind diese nicht notwendig", erklärte Goß, "es spricht aber auch nichts dagegen." "Ich bin gegen die Markierungen", meldete sich Jutta Köhler (FW) zu Wort. "Es sollte mehr an die Bürger appelliert werden."

"Wir reden hier von zwei Eimern Farbe und zwei Stunden Arbeit, warum es nicht mal probieren?", fragte Gerd Stingl (CSU), und Norbert Birkner (ABWI) pflichtete ihm mit einem "Ich denke, man sollte das nicht gleich ablehnen" bei. "Wir haben Mutter-Kind-Schablonen" schlug Fischkal vor, "das könnten wir in der Tat machen". Im selben Atemzug erklärte er aber, dass eine Überwachung des fließenden Verkehrs eher was bringen würde. Letztlich wurde einstimmig beschlossen, die Mutter-Kind-Piktogramme aufzubringen und den fließenden Verkehr mittels eines Blitzers zu überwachen.

Mehr Sitzplätze fürs Theater

Das Theater "Kuckucksheim" in Heppstädt beabsichtigt, den Theaterprobenraum mit derzeit 30 Sitzplätzen zu einem Theater- und Probenraum mit 93 Sitzplätzen zu ergänzen. Um die erforderliche Anzahl an Stellplätzen zu garantieren, pachtet die Gemeinde laut Fischkal eine Fläche für 32 Stellplätze, die wiederum an das Theater verpachtet wird. "Was lange währt, wird endlich gut", kommentierte Norbert Birkner den geplanten Vorgang. Sabina König (Grüne) fragte an, ob denn die Arztpraxis die Stellplätze ebenfalls benutzen könne, was Fisch-kal bejaht.

Ein weiterer Punkt war der Lärmschutzwall an der Staatsstraße 2264. "Wir müssen irgendwann an die Bäume ran", sagte Fischkal. "Ich kriege Meldungen, dass die Bäume teilweise kaputt sind und sich im Wind biegen." Geplant ist zuvor eine Ortsbesichtigung. "Ich weiß, da kommt gleich der große Aufschrei", befürchtete Fischkal, "aber wir müssen uns mit dem Lärmschutzwall auseinandersetzen."