Am 20. Juli 2020 hatte der Marktgemeinderat beschlossen, das Bürgerbegegnungszentrum mit Arztpraxis mit einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf auszustatten. Außerdem sollte die Beheizung mit einer Wärmepumpe nach dem Prinzip "Sole + GeoCollect" erfolgen. Aufgrund der weggefallenen Bundesförderung von etwa 44 000 Euro stellte sich in der Sitzung am Montagabend die Frage der Wärmeversorgung neu. Architekt Tino Heß und Fachplaner Christian Wiedel erläuterten, dass mit einer Pelletheizung Einsparungen von rund 97 000 Euro erzielt werden könnten. Auch die Wartungs- und Verbrauchskosten wären bei der Pelletanlage am günstigsten.

Die Photovoltaikanlage bräuchte zudem für die Stromerzeugung nicht in der geplanten Dimension gebaut werden. Die Gesamtkosten für das Begegnungszentrum mit Arztpraxis belaufen sich auf 2,9 Millionen Euro.

Bürgermeister Franz Uome (CSU) gab zudem bekannt, dass am 30. März der Zuschussantrag für die Sanierung sowie den Um- und Neubau des Bürger- und Pilgerzentrums Marienweiher 16 eingereicht worden ist. Die Gesamtkosten seien mit 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Den Planungsauftrag habe Architekt Tino Heß erhalten. Das Vorhaben müsse bis Mitte 2023 fertiggestellt sein.

Kämmerin Mandy Knarr erläuterte die wichtigsten Zahlen des Haushalts, der ein Volumen von 11,25 Millionen Euro hat. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt lediglich 175 550 Euro. Grund dafür sind die geringeren Steuereinnahmen infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie, eine geringere Schlüsselzuweisung und eine höheren Kreisumlage.

Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind Schlüsselzuweisungen (1,568 Millionen Euro), Grund- und Gewerbesteuern (574 200 Euro), Einkommenssteuer und Umsatzsteuerbeteiligung (1,232 Millionen Euro), Benutzungsgebühren und Entgelte (663 400 Euro) sowie Zuweisungen für laufende Zwecke (625 800 Euro). Dem stehen im wesentlichen folgende Ausgaben entgegen: 1,298 Millionen Euro Kreisumlage, 627 300 Euro Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft, 175 550 Euro Zuführung an den Vermögenshaushalt, 842 200 Euro Beschäftigungsentgelte, 1,904 Millionen Euro Verwaltungs- und Betriebsaufwand.

Haupteinnahmen im Vermögenshaushalt sind 2,776 Millionen an Zuweisungen für Investitionen und 2,257 Millionen Entnahme aus der Rücklage. An Ausgaben sind geplant: 329 300 Euro Erwerb von Grundstücken, 2,323 Millionen Euro Begegnungsstätte sowie Pilgerzentrum Marienweiher, 2,253 Millionen Euro für den Straßenbau im Baugebiet und die Straßensanierung Hermes sowie rund eine Million Euro für den Breitbandausbau.

Der Marktgemeinderat stimmte dem Haushalt samt Finanzplan 2020 bis 2024 einmütig zu. Die Kämmerin empfahl dem Gremium, nach Durchführung aller geplanten Großprojekte für ein bis zwei Jahre auf kostenintensive Investitionen zu verzichten.