Vertreter der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) Bamberg kamen jetzt mit Oberbürgermeister Andreas Starke, Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und Wirtschaftsreferent Stefan Goller zusammen, um den Pachtvertrag für die neue Fläche der Solawi in der Südflur zu unterzeichnen. Neben den Anbauflächen der Solawi wird hier auch der Selbsterntegarten "Sega Süd" ein neues Zuhause bekommen. Außerdem sollen hier weiter wie bisher im Rahmen der Projektwerkstatt des Bund Naturschutz unterschiedlichste Bildungsprojekte, Workshops und Führungen mit Schulklassen und vielen anderen Gruppen durchgeführt werden. "Wir haben eine gute Lösung gefunden", so OB Starke in der Pressemitteilung der Stadt.

Auch die Mitglieder des Solawi-Orgateams zeigten sich zufrieden. "Es ist uns wichtig, zu zeigen, dass es nur mit einem anderen Umgang mit wertvollem Ackerland und ohne weitere Versiegelung dieser Flächen gelingen kann, die dringend notwendigen Klimaschutzziele zu erreichen. Wir wünschen uns, dass auch die Stadt diesen Weg mit uns weitergeht", so Heike Kettner vom Solawi-Orgateam.

Mit der Vertragsunterzeichnung durch den Oberbürgermeister und Christian Luplow, Heike Kettner und Elisabeth Prüm von der Solawi finden intensive Gespräche zwischen Stadt und Solawi einen positiven Abschluss für alle Beteiligten. Gestartet waren die Verhandlungen unmittelbar mit Bekanntwerden der Baupläne der Handwerkskammer für Oberfranken (HWK) auf dem aktuell von der Solawi genutzten Grundstück neben der Brose-Arena.

Wichtige Weichen gestellt

"Es freut mich sehr, dass es nun gelungen ist, hier im Süden Bambergs für zwei wichtige Projekte der Stadtentwicklung und der Stadtgesellschaft die Weichen zu stellen. Zugleich können wir der Solawi am neuen Standort endlich eine echte Perspektive in Form einer langfristigen Nutzungsmöglichkeit zusichern", erklärte Starke. Wirtschaftsreferent Goller ergänzte: "Dass wir der Solawi mit dem alternativen Flächenangebot eine dauerhafte Lösung anbieten können, war uns ein besonderes Anliegen, denn auf dem bisher genutzten Areal war dies leider nicht möglich."

Seit 2018 bewirtschaftet die Solawi die Fläche in der Südflur. Hier versorgt sie rund 100 Bamberger mit hochwertigem biologischen Gemüse und gibt darüber hinaus seit 2019 im Selbsterntegarten "Sega Süd" etwa 100 Hobbygärtnern die Möglichkeit, eigenes Bio-Gemüse anzubauen. "Es handelt sich hier um ein Vorzeigeprojekt bürgerlichen Engagements, denn die Solawi bringt Menschen an einem ganz neuen Erfahrungs- und Lernort zusammen, fördert zugleich die bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft und stellt regionale Lebensmittel zur Verfügung", betonte Bürgermeister Glüsenkamp.

Das Solawi-Team hat nun bereits mit den Vorbereitungen der neuen Fläche begonnen und erhielt dabei tatkräftige Unterstützung von der Stadt und den Stadtwerken Bamberg: So wurde die bestehende Pappelplantage der Stadtwerke abgeerntet und der Boden für die Bepflanzung vorbereitet. Auf der neuen Fläche soll die aktuelle Solawi um etwa ein Drittel erweitert werden, heißt es. Der Selbsterntegarten "Sega Süd" wird dann Ende nächsten Jahres auf das Gelände umziehen. red