Es ist wieder mal ein bisschen anders als sonst, eben coronabedingt. Trotzdem scheute der Gartenbauverein Neudrossenfeld keine Mühe, den Brunnen neben der Bushaltestelle in Altdrossenfeld österlich zu schmücken und die Herzen der Vorbeikommenden in dieser dunklen Zeit etwas zu erfreuen.

"Es war schon eine Sisyphus-Arbeit unter den strengen Bedingungen des Zusammentreffens", sagt Christine Herold. Die Vorsitzende der Gartenfreunde spricht von einem ständigen Hin und Her, immer nur jeweils zwei Personen miteinander hätten das Schneiden und Binden erledigen dürfen und die Eier dazu gehängt. Sie sei aber froh, dass die Krone fertig geworden ist und die zwei Blumenkästen bepflanzt werden konnten.

Abgespeckte Version

Ganz abgespeckt zeigt sich der Brunnen im Ortskern von Neudrossenfeld neben dem alten Rathaus. "Hier haben wir wie schon im letzten Jahr lediglich zwei Girlanden angebracht", so Herold, aber das sei immerhin "besser als gar nichts".

In Waldau ziehen sonst immer Hasen, Hühner, Girlanden und Hunderte von Eiern die Blicke auf sich. Der Osterbrunnen muss aber heuer leiden. Nur ein paar lustige Gesichter auf bemalten Holzscheiben gucken einen an, dazwischen wie verloren die Produkte der Hennen. "Wir wollten wenigstens eine Kleinigkeit tun", erklärt Alexander Popp als Vorsitzender des örtlichen Gartenbauvereins.

Popp bedauert, "dass uns schon zum zweiten Male hintereinander die Hände gebunden sind", und fügt ein bisschen scherzhaft an: "In Waldau herrscht ja wegen der Vogelgrippe Stallpflicht, da hätten die Tiere ja sowieso nicht raus gedurft."