Ein verdienter Kommunalpolitiker und Gestalter seiner Heimatgemeinde Trebgast feiert morgen 80. Geburtstag: Altbürgermeister Oskar Eichner. Die beruflichen Stationen des gebürtigen Lindauers führten über die damals führenden Bauunternehmen in der Region, Backer-Bau in Kulmbach, und Zapf in Bayreuth, zur Plafog nach Kulmbach, für die Eichner viele Jahre als Bauleiter in ganz Deutschland und Österreich unterwegs war.

Es war für den Jubilar eine sehr erfolgreiche, aber zugleich auch belastende Zeit. Das Angebot der Berufsschule Kulmbach, sich zum Fachlehrer weiterbilden zu lassen, kam da 1977 zur rechten Zeit. Diesen Beruf übte Oskar Eichner bis zu seiner Pensionierung mit Leidenschaft und Herzblut aus, wobei ihm seine Praxisjahre in der Baubranche sehr zugute kamen. Auch heute noch ist er ein gefragter und hilfsbereiter Ansprechpartner für kleine und große bauliche Fragen.

Die Kommunalpolitik war Oskar Eichner stets ein Herzensanliegen. 1978 wurde er zum Vorsitzenden des noch jungen CSU-Ortsverbands Trebgast gewählt. 1984 schenkten ihm die Bürger seiner Heimatgemeinde mit großer Mehrheit erstmals zum Gemeindeoberhaupt. Dieses Amt bekleidete er bis 1996 mit großer Hingabe und Sorgfalt. In seiner Amtszeit wurde die Gemeinde Trebgast mit ihren Ortsteilen Lindau, Feuln und Waizendorf entscheidend weiterentwickelt. Dabei setzte er sich zum Ziel, den dörflichen Charakter und die gewachsenen Strukturen der Gemeinde Trebgast zu bewahren. Die Erweiterung des Rathauses, der Ausbau der Lindauer, der Berliner und der Bayreuther Straße sowie eine Reihe von Kanalbau- und Wasserleitungsbaumaßnahmen tragen seine Handschrift, ebenso der Umbau und die Neugestaltung des Marktplatzes.

Mit 64 Jahren entschloss sich Oskar Eichner, nicht mehr als Bürgermeister zu kandidieren. "Ich war ausgelaugt. Hinter mir lag eine sehr intensive Zeit, denn neben meiner Lehrertätigkeit haben wir in der Gemeinde Trebgast eine totale Strukturveränderung vorgenommen." Der Titel Altbürgermeister wurde Oskar Eichner samt Goldener Bürgermedaille 2006 verliehen.

Am Geschehen in seiner Gemeinde ist Oskar Eichner nach wie vor sehr interessiert, aber auf das politische Alltagsgeschäft nimmt er keinen Einfluss mehr. Seine Freizeit ist ausgebucht: "Ohne Stress und ohne Aufregung. Ich bin ein leidenschaftlicher Pilzsammler geworden und fahre gerne Fahrrad, aber nur in der Region."

Im privaten Bereich kann der Jubilar auf eine intakte Familie blicken, mit Stolz blickt er auf seine Töchter Silvia und Iris.

Seiner Devise, das Leben nicht gar so ernst nehmen und ihm mit Freundlichkeit zu begegnen, ist er bis heute treu geblieben. So genießt er es, tagtäglich um 6 Uhr gut gelaunt aufzustehen und einfach fröhlich in den Tag hineinzupfeifen.

Gratulanten empfängt Oskar Eichner morgen von 10 bis 13 Uhr zum Frühschoppen im Gasthof Friedrich Trebgast. Rei.