"Wenn wir nicht auf den Weihnachtsmarkt gehen können, bringen wir ihn eben zu den Menschen nach Hause." Das dachte sich der Orgelbauverein der evangelisch-lutherischen Kirche und packt nun fleißig Weihnachtspakete mit regionalen Produkten.

Um den Bau der Kirchenorgel zu ermöglichen, braucht der Verein die Unterstützung von bereitwilligen Spendern, doch durch die Absage aller Veranstaltungen gab es unter dem Jahr kaum Möglichkeiten, um diese Spendengelder zu sammeln. Eine coronafreundliche Alternative musste her, und so entstand die Idee, den ausgefallenen Weihnachtsmarkt "in einen Karton zu packen". Gefüllt ist dieser mit Leckereien wie hausgemachter Marmelade, selbst gebackenen Lebkuchen, Frankenwein und Orgelbier der Brauerei Heller - aber auch Gewürzen zum Glühwein-Selbermachen und Bastelmaterialien für eine Kerze. Besonders stolz ist der Orgelverein wohl auf den in Handarbeit vorgefertigten Bausatz, aus dem eine etwa 15 Zentimeter große Orgelpfeife nachgebaut werden kann. "Ich habe mich noch nicht getraut, irgendwo zu schreiben, dass es am Altstadtfest ein großes Orgelpfeifenkonzert geben könnte, man weiß ja nicht, ob das stattfinden kann", scherzt Sven Pastowski, der für die Aktion zuständig ist. Kantor und Organist der evangelischen Kirche Gerald Fink stellt für das Weihnachtspäckchen seine CD mit Orgelmusik zur Verfügung.

Das Weihnachtspaket kann bis zum 18. Dezember beim evangelischen Orgelbauverein per E-Mail an weihnachtspaket@orgelbauverein-herzogenaurach.de gegen eine Spende von mindestens 50 Euro bestellt werden und wird rechtzeitig noch vor Weihnachten ausgeliefert.