Die langjährige Lehrerin und Konrektorin Maria Wachter feierte in Nordhalben mit einem Gottesdienst ihren 95. Geburtstag. Sie ist die älteste Bürgerin der Marktgemeinde, nur ein Mann weist noch mehr Lebensjahre auf.

Der gebürtige Nordhalbener, Pfarrer Detlef Pötzl, zelebrierte diesen Gottesdienst mit Pfarrer Wolfgang Scherbel, der auch bei Maria Wachter in die Schule gegangen ist. "Ihr dritter Pfarrer", der ebenfalls aus Nordhalben stammende Bernhard Simon konnte wegen einer anderen Verpflichtung leider nicht dabei sein.

"Es ist kaum zu fassen, dass so viele Jahre vergangen sind", sagte Pfarrer Detlef Pötzl in seiner Ansprache. Er bat Gott, dass die Fitness des "Geburtstagskindes" noch recht lange anhält und wünschte weiterhin Gesundheit und Zufriedenheit. Er verwies auf die guten Verbindungen seiner Familie zur "Fittes-Marie", die eine gute Freundin seiner Oma (der Mikes-Marie) war. Sie war Lehrerin aus Leidenschaft und wusste auch mit "Fleißbildern" die Kinder zu motivieren. Nach ihrer ersten Anstellung in Rothenkirchen wechselte sie an die damalige Grund- und Hauptschule nach Nordhalben, wo sie sich bis zur Konrektorin hocharbeitete. Zu ihren Hobbys zählte der Sport, den sie auch als Lehrerin unterrichtete. Im Rentenalter gab sie auch Aussiedlern regelmäßig Deutschunterricht. Im Namen der ersten Schulklasse aus Rothenkirchen, die sie auch auf die Erste Heilige Kommunion vorbereitete, dankte Reinhold Wolf. Er wünschte alles Gute für die Zukunft. Sie habe vielen Grundschülern die Grundlage fürs Leben mitgeben und sei stets geduldig und gutmütig gewesen, sagte er. In 95 Jahren hat man vieles erlebt und es gibt vieles zu erzählen. Leider lasse es die derzeitige Situation nicht zu, so dass man auch neben den Plausch auch auf den "Geburtstagskaffee" verzichten musste. miw