Jahr für Jahr erinnert der weltweite Aktionstag am 25. November an das hohe Ausmaß von Gewalt gegen Frauen. Das Landratsamt und das Klinikum Forchheim und Frauenverbände nehmen den Tag gegen Gewalt an Frauen zum Anlass, um die Bevölkerung auf diese Problematik hinzuweisen.

Insbesondere unter Gewalt leidende Frauen sollen über Hilfs- und Unterstützungsangebote informiert werden, damit sie sich dauerhaft aus ihrer Notlage befreien können.

An diesem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen startet auch die weltweite Kampagne "Orange Days" - 16 Tage im Zeichen der nachhaltigen Verwirklichung der Grundrechte von Frauen. Die weltweite Kampagne wurde 1991 vom "Women's Global Leadership Institute" ins Leben gerufen und macht 16 Tage lang auf die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Formen von Gewalt aufmerksam. Die Dauer von 16 Tagen ist dabei kein Zufall: Die "Orange Days" enden am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Soroptimist International Deutschland (SID) beteiligt sich mit einer eigenen Kampagne in den sozialen Medien, um möglichst viele Menschen für die Auswirkungen von Gewalt gegenüber Frauen zu sensibilisieren.

Hilfe und Informationen

Ziel der Hilfsangebote sei es, betroffene Frauen über niedrigschwellige Angebote zu erreichen und sie auf die Beratungsmöglichkeiten durch das Hilfetelefon, Frauenhaus, Polizei und Weißer Ring aufmerksam zu machen, sagt Christine Galster, die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes Forchheim. Laut Statistik sei jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens von sexueller oder körperlicher Gewalt betroffen.

Um das Hilfetelefon 08000/116016 bekannter zu machen, wurde heuer erstmals ein Banner, das auf das Angebot hinweist, für alle Passanten gut sichtbar am Landratsamt Forchheim aufgehängt, erläutert die stellvertretende Landrätin Rosi Kraus (CSU).

Beratung rund um die Uhr

Ergänzend weist Christine Galster darauf hin, dass das Hilfetelefon eine professionelle und qualifizierte Beratung an 365 Tagen im Jahr anbietet und rund um die Uhr erreichbar ist. Über das Telefon und auch die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Menschen aus deren sozialem Umfeld und Fachkräfte anonym, vertraulich, kostenfrei und in 17 Fremdsprachen beraten lassen. Außerdem wurde auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten in Abstimmung mit Franka Struve vom Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz auf den Infobildschirmen in der Notfallambulanz des Klinikums in Forchheim ein Videoclip zum Hilfetelefon gespielt, der nunmehr regelmäßig zu sehen ist.

Diese Aktion im Landkreis Forchheim wurde als eine von fünf bundesweiten Partneraktionen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben ausgewählt, die auf dem Facebook- und Twitter-Kanal des bundesweiten Hilfetelefons vorgestellt werden.

Kontaktadressen

Sachbearbeiterin für häusliche Gewalt bei der Polizeiinspektion Forchheim, Telefon 09191 7090-0, Polizeiinspektion Ebermannstadt, Telefon 09194/7388-0, Weißer Ring, Telefon 09545/509099, Frauenhaus Bamberg (Beratung und Unterkunft), Telefon 0951/58280. red