Mutter, Säugling und Jugendliche von Baum erschlagen - neue Erkenntnisse der Ermittler

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Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
Rettungskräfte sind nach einem Unglück in einem Waldstück südöstlich von Flensburg im Einsatz. Bei einem Unglück sind am Ostersonntag drei Menschen ums Leben gekommen, darunter eine Mutter und ihr ...
Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
Benjamin Nolte (dpa)
Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
Einsatzkräfte der Polizei stehen in einem Waldstück südöstlich von Flensburg neben einem umgestürzten Baum ...
Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
Benjamin Nolte (dpa)
Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
In einem Waldstück im Norden Schleswig-Holsteins ist ein Baum auf eine Gruppe gestürzt.
Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
Daniel Reinhardt/dpa
Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
Ein umgestürzter Baum liegt auf einem Waldweg in einem Waldstück südöstlich von Flensburg. Bei einem Unglück sind am Ostersonntag drei Menschen ums Leben gekommen, darunter eine Mutter und ihr Baby ...
Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
Daniel Reinhardt (dpa)
Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
Die Betreuungseinrichtung Sternipark. Bei einem Unglück, bei dem am Ostersonntag ein etwa 30 Meter hoher Baum in einem Waldstück bei starken Windböen auf eine Gruppe gestürzt war, sind drei ...
Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
Daniel Reinhardt (dpa)

Bei einem Sturm stürzt in einem Wald bei Flensburg ein Baum um. Drei Menschen sterben, weitere werden verletzt. Die Ermittler geben nun erste Erkenntnisse bekannt.

Update vom 08.04.2026: Erste Erkenntnisse zum tödlichen Baumsturz an Ostern

Der bei dem tödlichen Unglück am Ostersonntag in Schleswig-Holstein umgestürzte Baum sollte gefällt werden. Dies bestätigte der Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, Chris Freise, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

In dem Waldgebiet südöstlich von Flensburg seien Bäume auf bis zu 50 Hektar Fläche für eine reguläre Durchforstung gekennzeichnet worden, erklärte Freise. Auch der Unglücksbaum trug demnach eine dieser Entnahmemarkierungen. Der konkrete Zeitpunkt der Durchforstung, bei welcher der Baum gefällt werden sollte, hänge etwa von der Witterung sowie der Verfügbarkeit von Arbeitskräften ab. 

Unglücksbaum durch massive Kräfte zu Fall gebracht

"Die Fällung des Baumes im Waldbestand sollte rein aus waldbaulichen Gründen und nicht zur Herstellung der Sicherheit erfolgen", sagte Freise. Am Stammfuß des Baumes sei zudem Holzfäule sichtbar gewesen. Ob diese das Umstürzen zusätzlich begünstigte, lasse sich derzeit nur vermuten, sei aber für die Bewertung der Situation nicht entscheidend. 

"Bei ausreichenden Windgeschwindigkeiten kann jeder Baum umfallen", betonte Freise. Nach aktuellen Erkenntnissen der Landesforsten hatten zum Unglückszeitpunkt im Norden Schleswig-Holsteins starke Windböen mit Spitzen von bis zu 90 Kilometern pro Stunde geweht. Brüche und Risse an den Wurzeln wiesen demnach darauf hin, dass der Baum "durch massive äußere Kräfte" zu Fall gebracht worden sei. Auch ohne äußere Einflüsse hätte der Baum eine typische Waldgefahr dargestellt, sagte der Direktor. 

Zehn Monate altes Baby stirbt

Bei dem Unglück am Ostersonntag waren nach Polizeiangaben vier Menschen von dem rund 30 Meter hohen Baum eingeklemmt worden. Eine 16-Jährige und eine 21 Jahre alte Frau starben noch am Unglücksort, die zehn Monate alte Tochter der 21-Jährigen erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Zur Ursache könnten noch keine verlässlichen Angaben gemacht werden, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Ursprungsmeldung vom 05.04.2026: Drei Tote bei Mittelangeln - Baum wohl wegen Sturm umgekippt

Drei Menschen sind bei einem Unglück in einem Waldgebiet südöstlich von Flensburg am Ostersonntag (5. April 2026) ums Leben gekommen, darunter eine Mutter und ihr Säugling. Gegen 11 Uhr fiel ein etwa 30 Meter hoher Baum in der Gemeinde Mittelangeln bei starken Windböen auf eine Gruppe, wie die Polizei mitteilte. Vier Personen wurden unter dem Baum eingeklemmt.

Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen starben noch am Unfallort eine 16-Jährige und eine 21 Jahre alte Frau. Die zehn Monate alte Tochter der 21-Jährigen wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Kiel gebracht, wo sie später ihren Verletzungen erlag. Schwere Verletzungen erlitt eine 18-Jährige. Sie wurde in ein Krankenhaus nach Heide geflogen. Weitere Personen zogen sich leichte Verletzungen zu.

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge hielten sich rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreuungspersonen einer nahegelegenen Wohneinrichtung in dem Waldgebiet auf, um Ostereier zu suchen. Währenddessen sei vermutlich infolge der starken Windverhältnisse ein Baum auf die Gruppe gestürzt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreuungskräfte wurden vor Ort durch Notfallseelsorger betreut. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Unfalls dauern an.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist es im Norden stürmisch. Am Vormittag hatte der DWD tagsüber Windböen bis stürmische Böen zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde vorhergesagt. Vereinzelt könnte es in exponierten Lagen auch Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde geben. Das entspricht Windstärke neun.

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