Die erste Ausstellung läuft bereits seit Anfang September: Unter dem Titel "Theater-Bild-Prinz" sind Werke der Bühnenbildmalerei von Max Brückner (1836 bis 1919) zu sehen. Sie gehören zum Bestand der städtischen Sammlungen. Und das Programm für das Jahr 2020 steht auch bereits. "Wir sind schon komplett ausgebucht, nur am Jahresende ist eventuell noch etwas frei", sagt Christine Spiller, Leiterin des Puppenmuseums, in dem sich die Ausstellungsräume befinden. Sie betreut zudem die städtischen Sammlungen.

Es läuft also gut für "Rückert 3 - Kunst, Kultur, Geschichte", wie sich das neue kulturelle Projekt der Stadt in der Rückertstraße 3 nennt. Was bisher noch fehlt, ist eine Gestaltung der Schaufenster, die Passanten ansprechen und in die Ausstellungen locken soll. Jetzt liegt der Entwurf dafür vor - angefertigt von Aaron Rößner. Die Schriftzüge "Kunst, Kultur und Geschichte" werden durch ein Plakat der jeweils aktuellen Ausstellung ergänzt. Darüber hinaus gibt es den Hinweis, dass "Rückert 3" über das Puppenmuseum zu erreichen ist. "Mit dem Kleben der Folien auf die Fenster müssen wir jetzt warten, bis die Außentemperatur mindestens 10 Grad erreicht", erläutert Christine Spiller. Wer die Ausstellungsräume erreichen will, geht zunächst zur Kasse im Puppenmuseum und zahlt das Eintrittsgeld. Für gehbehinderte Besucher kann die ebenerdige Eingangstür zur Straße hin geöffnet werden.

Im Inneren stehen auf 100 Quadratmetern zwei Räume für die Präsentation der Exponate zur Verfügung - ein großer im vorderen und ein kleinerer im hinteren Bereich. Spiller: "Sie sind flexibel nutzbar."

Zu Beginn Alpenländisches

Und was steht 2020 auf dem Programm von "Rückert 3"? Los geht es mit den Werken einheimischer Künstler aus der Sammlung des Hauptsponsors Horst Ludwig Weingarth. "Er sammelt Bilder unbekannter Maler, aber auch bekannter zeitgenössischer, zum Beispiel Robert Reiter", sagt Christine Spiller. Es werden vor allem alpenländische Ansichten zu sehen sein. Unter dem Arbeitstitel "Coburg anders" zeigen in der zweiten Ausstellung des kommenden Jahres Werner Stubenrauch und andere Fotografen ungewöhnliche Stadtansichten. In den Sommermonaten nutzt der Fördererkreis der Pfadfinder die Räume, um Wissenswertes aus der 100-jährigen Geschichte der Pfadfinder zu präsentieren. Ab September 2020 werden die Initiative Stadtmuseum und die städtischen Sammlungen sich mit 100 Jahren Coburg in Bayern beschäftigen. Unter dem vorläufigen Titel "Die Weimarer Zeit - Kultur und Kunst am Beispiel Coburg" sind Zeugnisse aus diesem Zeitabschnitt zu sehen.

"Auch für 2021 haben wir schon Anfragen, zum Beispiel von der historischen Gesellschaft und vom Fotoclub." Auch Horst Ludwig Weingarth hat wieder Interesse, und bei den städtischen Sammlungen gibt es noch einiges, das der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte.