Neuerung: Drei feste Absteiger in Kreisligen

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Bei der Tagung des Fußballkreises Bamberg/Bayreuth/Kulmbach in Neudrossenfeld haben die Spielleiter Neuerungen für die kommende Saison 2018/19 bekannt gegeben. Künftig wird es drei feste Absteiger und...

Bei der Tagung des Fußballkreises Bamberg/Bayreuth/Kulmbach in Neudrossenfeld haben die Spielleiter Neuerungen für die kommende Saison 2018/19 bekannt gegeben.
Künftig wird es drei feste Absteiger und einen Abstiegsreleganten pro Kreisliga geben (vergangenen Saison: zwei direkte Absteiger und zwei Abstiegsreleganten). Eine weitere Neuerung: Zwischen zwei punktgleichen Mannschaften auf einem Ab- oder Aufstiegsplatz wird es künftig ein Entscheidungsspiel geben, bei mehreren punktgleichen Teams eine Sondertabelle.
Zudem können ab sofort A-Junioren in einer ersten Mannschaft eingesetzt werden, wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet haben. Ein A-Jugendlicher darf aber nur ein Spiel pro Tag absolvieren. Außerdem haben die Vereine ab jetzt die Gelegenheit, Verlegungen ihrer Heimspiele zu beantragen. Bis zum 9. Juli ist dies kostenfrei und für Samstags- und Sonntagsspiele auch ohne die Zustimmung des Gegners möglich, für Freitagspartien ist die Zustimmung nötig.


Hohe Belastung in der Vorsaison

Ein weiteres großes Thema bei der Tagung war die hohe Belastung, die für viele Vereine durch die zahlreichen Spielausfälle in den Wintermonaten und die dadurch bedingten Nachholspiele unter der Woche entstand. Der SV Weidenberg (Kreisklasse 5) musste etwa vom 11. März bis 19. Mai in zehn Wochen 18 Punkt- und ein Pokalspiel absolvieren, davon acht Spiele unter der Woche. Im Vergleich dazu trugen die Bundesliga-Teams im selben Zeitraum im Durchschnitt nur zehn Punktspiele aus.
Kreisvorsitzender Manfred Neumeister wies darauf hin, dass die Vereine sich mehrheitlich für einen früheren Start entschieden haben. "Wir werden weiterhin versuchen, die Mehrheitsbeschlüsse der Vereine durchzusetzen", versprach Neumeister. Das betreffe auch die zeitliche Abkopplung des Spielbetriebs von den darüber liegenden Ligen.


Schiedsrichter häufiger bedroht

Zudem mahnte der Kreissportgerichtsvorsitzende Jann Brauner (Bamberg) an, dass sich unsportliches Verhalten gegenüber Schiedsrichtern häufe. Er stellte fest, dass er und sein Gericht mehr schwerwiegende Fälle zu bearbeiten hatten. Brauner gab Beispiele, ohne Vereine oder Spieler zu nennen: "In Mode scheint es derzeit zu sein, dem Schiedsrichter die Karten aus der Hand zu schlagen", sagt Brauner, der im Anschluss auch von einem Spieler berichtete, der den Unparteiischen mit dem Tod bedroht hat und von einem Trainer, der die Tür zur Schiedsrichter-Kabine eintrat.
Das Gericht hat in der vergangenen Saison 613 Fälle bearbeitet, 2016/17 waren es noch 572. Rückgängig waren aber Vergehen im Zusammenhang mit Pyro-Technik, die künftig härter bestraft werden sollen: Für einen Verstoß gegen die Platzdisziplin sind ab sofort Geldstrafen zwischen 300 und 12 000 Euro fällig. Bei Spielunterbrechungen aufgrund solcher Vergehen kann zusätzlich ein Punktabzug vorgenommen werden.