Die Feuerwehr Haßlach blickte bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Deutscher Hof" auf ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr zurück. Obwohl man es nach dem Megajubiläumsjahr mit dem 125-jährigen Jubiläum 2017 ruhiger angehen lassen wollte, wurden im vergangenen Jahr wegweisende Entscheidungen getroffen und Anschaffungen gemacht, fasste Vorsitzender Michael Müller die Aktivitäten zusammen. Womit er vor allem den gelungenen Kommandantenwechsel, die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges (TSF) und die Erweiterung mit Anbau einer neuen Halle an das Feuerwehrhaus erwähnte.

Ein Höhepunkt in der Versammlung war die Verleihung des staatlichen Ehrenzeichens in Silber mit Urkunde des Freistaates Bayern für 25-jährigen aktiven Feuerwehrdienst an den Ersten Kommandant Johannes Beetz. Der weitere Stellvertreter des Landrats, Bernd Steger, nahm die Verleihung zusammen mit Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger und Bürgermeister Rainer Detsch vor. Sie überreichten Urkunde und Ehrenzeichen und dankten Johannes Beetz für sein ehrenamtliches Engagement in den vergangenen 25 Jahren. Sie zollten vor allem Respekt dafür, dass Beetz im September vergangenen Jahres die Bereitschaft zeigte und das Amt des Kommandanten von Bernhard Detsch übernahm, der die Wehr 24 Jahre lang hervorragend geführt habe. Vorsitzender Michael Müller nannte es wahre Größe, dass Bernhard Detsch weiterhin als Zweiter Kommandant beim aktiven Dienst der Wehr mitwirke.

Beengte Verhältnisse

Nachdem das neue Fahrzeug bereits da ist, hofft man nun auf baldige Fertigstellung der neuen Halle, denn die Platzverhältnisse, die dem Stand von 1958 entsprachen, waren nicht mehr zeitgemäß und eine Erweiterung war seit Jahren dringend notwendig. Durch die neue Halle werde man auch die Möglichkeit haben, Vereinsveranstaltungen und Schulungen im Haus durchzuführen.

Als gesellschaftliche Höhepunkte nannte Müller das Zeltlager in Wallenfels und das 40-jährige Jubiläum des Angelvereins, bei dem über 20 Mann der Feuerwehr als Helfer dabei waren. Dies habe den massiven Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft eindrucksvoll an den Tag gelegt. In seinem Ausblick nannte Müller als große Herausforderung den Innenausbau der neuen Halle mit großen Eigenleistungen.

Am 1. Mai wird das Maifest stattfinden, bei dem das neue Fahrzeug den Segen erhalten soll. Die griechisch-italienische Nacht findet im Juli statt und da hofft man, den Erweiterungsbau einweihen zu können.

Wie Kommandant Johannes Beetz berichtete, besteht die Wehr aus 26 Aktiven, davon zwei Frauen und sechs Jugendliche. Sorgen machten die Altersstruktur, es fehlen Jugendliche, aber auch die Frauenquote sieht der Kommandant als ausbaufähig. Besonderes Augenmerk will man auf den Aufbau einer Kinderfeuerwehr legen. Weiter berichtete der Kommandant von zehn Einsätzen mit rund 126 Einsatzstunden.

Jugendwart Johannes Nitzsche übte mit seiner siebenköpfigen Jugendgruppe an 35 Tagen insgesamt 83 Stunden in feuerwehrtechnischer Ausbildung zusätzlich noch 16 Stunden in allgemeiner Jugendarbeit. Beim Kreisleistungsmarsch in Küps belegte die Haßlacher Jugend einen beachtlichen dritten Platz.

Mit besonderem Stolz verwies er auf die Leistungen von Julian Kestel und Johannes Scherbel, die bei der Bayerischen Jugendleistungsprüfung als einzige von 78 Teilnehmern mit null Fehlern abgeschnitten haben. Er freute sich, dass die Jugendlichen mit Begeisterung dabei seien und dankte seinem Mentor und Trainer Heiko Buckreus. Von einem soliden Kassenstand konnte Hauptkassier Jürgen Scherbel berichten. Ihm bestätigte Revisor Martin Biesenecker eine tadellose Kassenführung.

Bürgermeister Rainer Detsch resümierte am Ende, dass sich die Feuerwehr Haßlach auf einem guten Weg befinde. Zum Schluss sorgte der Vorsitzende des Angelvereins "Petri Heil" für Freude bei der Versammlung, als er eine Spende zur Förderung der Jugendarbeit und als Dank für die große Hilfe beim Jubiläumsfest überreichte. eh