von unserem Redaktionsmitglied 
klaus schmitt

Haßfurt — Es ist nicht nur der Main, der ein prägendes Element der Stadt Haßfurt ist. Es ist auch die Nassach, die Bedeutung hat für die Kreisstadt. Das Gewässer fließt quer durch die Stadt und mündet nahe der Kläranlage im Westen von Haßfurt in den Main. Auf den letzten Metern ist die Nassach eher ein Kanal als ein Bach.

Auf 310 Metern

Das soll sich jetzt ändern. Der Haßfurter Stadtrat stimmte in seiner Sitzung am Montagabend einmütig den Plänen des Wasserwirtschaftsamtes Bad Kis singen zu, die letzten 310 Meter der Nassach vor der Mündung in den Main naturnah zu gestalten. Aus dem Kanal soll ein ökologisches, mäandrierendes Gewässer werden. Die Nassach wird nach dem Umbau schlängelnd in Richtung Main fließen. Die Umgestaltung umfasst ein Gebiet von rund 13 000 Quadratmetern südlich der Wülflinger Straße. Die Fläche gehört der Stadt und soll nach der Umwandlung an den Freistaat verkauft werden, der für die Unterhaltung der Nassach zuständig ist.

Kiesbänke und Totholz

Was ist geplant? Auf den 310 Metern werden Flachwasserzonen angelegt. Kiesbänke, Tot-holzareale, Wurzelstöcke und Baumbuhnen werden in den Gewässerverlauf integriert. Damit entstehen Rückzugsgebiete und Lebensräume für Fische und Kleinstlebewesen. Der Altarm bleibt teilweise erhalten und soll bei Hochwasser als Retentionsraum genutzt werden.
Die Anlieger sind über das Vorhaben, das ab Herbst umgesetzt werden soll, bereits informiert worden. Dabei gab es Einverständnis, wie Stadtbaumeister Wolfgang Braun dem Stadtrat am Montag erklärte.
Die Nassach ist fast 23 Kilometer lang und überwindet von der Quelle bis zur Mündung in den Main einen Höhenunterschied von 234 Metern.