50 Schüler sind am Dienstag in München in das Programm "Talent im Land - Bayern" (TiL) aufgenommen worden. Unter den Stipendiaten ist auch eine Kulmbacherin - Pelin Apari konnte sich bei der Bewerbung durchsetzen. "Aus Oberfranken kommen leider nur drei Stipendiaten", so die 17-Jährige, die die Kulmbacher Fachoberschule (Fos) besucht. "Umso mehr bin ich aber darüber stolz, dass ich unter den wenigen Stipendiaten aus Oberfranken Kulmbach vertreten darf."
Die besonders begabten Schüler werden in den nächsten Jahren vom Bayerischen Bildungsministerium und der Robert-Bosch-Stiftung auf ihrem Weg zum Abitur oder zur Fachhochschulreife unterstützt. Ministerialdirigentin Elfriede Ohrnberger und Dagmar Wolf, Leiterin des Bereichs Bildung der Robert-Bosch-Stiftung, überreichten im Rahmen eines Festakts in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche die Urkunden an die 50 Stipendiaten.
Voraussetzungen für das Stipendium sind hervorragende schulische Leistungen, soziales Engagement und viel Motivation. Die Kulmbacherin mit türkischen Wurzeln erfüllt diese Kriterien. Pelin Apari tut alles dafür, um ihren großen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen: Internationales Management studieren und später einmal eine Führungsposition bekleiden. "Ich habe angefangen, mich auch außerhalb der Schule zu bilden. Um Träume zu verwirklichen, ist eben auch sehr viel Eigeninitative gefragt", sagte die junge Frau, die derzeit als Praktikantin in der Redaktion der Bayerischen Rundschau tätig ist.
Dagmar Wolf, Leiterin des Bereichs Bildung der Robert Bosch Stiftung, betont: "Wie gut die Talentförderung funktioniert und was mit individueller Unterstützung alles möglich wird, zeigen unsere TiL-Absolventen mit ihren persönlichen Erfolgsgeschichten."
Ziel des Programms "Talent im Land - Bayern" ist es, dass mehr junge Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft besondere Herausforderungen zu meistern haben, die Fachhochschul- oder Hochschulreife erreichen. Die Grundüberzeugung des Programms dabei lautet: "Bildung fördert Integration. Wir fördern Bildung." Eine Jury mit Vertretern aus Kultur, Hochschule und Wirtschaft wählt seit 2005 bis zu 50 neue Stipendiaten eines Jahrgangs aus.
Auch die 17-jährige Kulmbacherin ist froh über die Unterstützung. "Durch TiL werden mir viele neue Türen geöffnet", erzählt Pelin. Die Stipendiaten erhalten im Rahmen von "Talent im Land" ein monatliches Stipendium und werden darüber hinaus persönlich betreut sowie mit einem umfassenden Bildungsangebot gefördert. Dieses beinhaltet Seminare, Studientage und Studienreisen.