Bringt eine besondere Wetterlage heute Blutregen nach Franken?

1 Min

Der Regen soll nach Franken zurückkehren. Anders als meistens könnte er jedoch rötlich sein. Was hinter dem Wetterphänomen steckt.

Durch Sand und Staub aus der Sahara könnte in Franken sogenannter Blutregen fallen. Dabei wirkt die Luft vielerorts diesig, der Himmel bleibt trotz Sonne milchig und Sonnenauf- sowie Sonnenuntergänge erscheinen ungewöhnlich rötlich. 

Das Wetter in Franken zeigt sich am Mittwoch (10. März 2026) von seiner wechselhaften Seite. Die Sonne soll sich immer wieder zeigen. Jedoch ziehe laut Deutschem Wetterdienst (DWD) aus Westen eine Kaltfront auf, die in Franken im Tagesverlauf für Schauer und vereinzelte Gewitter sorgen könnte. 

Sorgt Wüstensand für Blutregen in Franken? 

Die Temperaturen sollen in Bayern höchstens 12 bis 16 Grad erreichen. Zudem soll der Wind aus Südwest auffrischen und zeitweise stark böig wehen. Ähnlich soll es am Donnerstag und Freitag weitergehen - mit Wolken und etwas Regen, zwischendurch und am Freitag aber auch immer wieder mit mehr Sonne. Mit dem Regen würde dem Bayerischen Rundfunk zufolge der Staub und Saharasand zum Boden gelangen.

Blutregen ist nach Angaben des DWD ein rötlich gefärbter Regen, der hauptsächlich durch Wüstensand entsteht. Dabei handelt es sich nicht um grobe Sandkörner, sondern um feinen Staub, der in der Sahara durch Turbulenzen nahe am Boden aufgewirbelt wird. Die Partikel steigen mehrere Kilometer hoch in die Atmosphäre und werden von starken Winden bis nach Mitteleuropa getragen.

Gelangen sie in Regenwolken, kann Blutregen entstehen. Die gelösten Staubpartikel färben das Regenwasser gelb, orange oder rot. Treffen die Tropfen auf Autos, Fensterscheiben oder Gartenmöbel, bleibt ein rötlich-brauner Film zurück. Trifft der Saharastaub auf Schnee, spricht man von Blutschnee.

Blutregen typisch im März

Laut dem BR ist das Wetterphänomen typisch für den März. Demnach würde kalte Atlantikluft nach Süden zur westafrikanischen Küste strömen und dort die überhitzten Wüstengebiete abkühlen.

In Teilen Nordafrikas entstünden dann häufig Regengebiete und Stürme. Der dabei aufgewirbelte Sand und Staub der Sahara werde anschließend mit kräftigen Südwinden über das Mittelmeer und die Alpen bis nach Mitteleuropa getragen. 

Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen 
Vorschaubild: © KI-generiertes Symbolbild/Gemini