Wenn es in Deutschland dieser Tage schneit, kann der Schnee rötlich aussehen. Das Wetterphänomen - der sogenannte Blutschee - ist sehr selten.
In Deutschland könnte in den nächsten Tagen Blutschnee fallen. Dieses Phänomen ist extrem selten - doch in Teilen des Landes derzeit recht wahrscheinlich.
Laut weather.com war schon am Donnerstag damit zu rechnen. Auch in den kommenden Tagen könne es noch Blutschnee geben.
Was ist Blutschnee? Meteorologe klärt auf
Doch wie kommt es überhaupt zu Blutschnee? Alles beginnt "im Föhn vom Atlasgebirge", erklärt Meteorologe Jan Schenk bei Focus Online. Ein dort entstehendes oder schon entstandenes Tiefdruckgebebiet "nimmt aus der Sahara sehr viel Staub mit" und bringt diesen bis nach Deutschland, erläutert er weiter.
Trifft der Saharastaub dann auf Schnee, färbt er ihn leicht rötlich oder bräunlich ein. Das sei "eine ganz seltene Wetterlage", so Schenk.
Die Wetterlage ist deshalb so selten, weil Saharastaub im Winter seltener nach Deutschland gelangt. Wenn es doch der Fall ist, muss es dann auch noch zu diesem Zeitpunkt schneien. Aus dem Sommer kennen wir das Phänomen des Blutregens häufiger.
So wahrscheinlich ist Blutschnee in Franken
In Franken wird der Blutschnee aber wohl nicht zu sehen sein. Ein Blick auf die Wetterprognosen der kommenden Tage zeigt: Schneefall ist in ganz Bayern in den nächsten Tagen unwahrscheinlich, einzig in den Alpen besteht eine Chance. Für Süd- und Nordbayern prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD)keinen Schneefall, höchstens Nieselregen.
Laut Prognose ist Blutschnee unter anderem in Berlin, Sachsen, Brandenburg,Niedersachsenund Mecklenburg-Vorpommern möglich.