Im vergangenen Jahr mussten die Türen des Feuerwehrgerätehauses der Rossacher Wehr für drei Einsätze geöffnet werden. Die Wehr wurde zu zwei Brandeinsätzen und einer Kleintierrettung gerufen. Das berichtete Kommandant Björn Siegel bei der Hauptversammlung, zu der nicht viele Feuerwehrangehörige gekommen waren. Kreisbrandrat Manfred Lorenz bemängelte den schlechten Besuch der Versammlung und sagte deutlich, er finde es sehr unfair gegenüber dem Vorstand und der Wehrführung, denn beide leisteten sehr gute Arbeit.

Obwohl weniger Übungen in puncto ICE-Strecke anstanden, habe man sich nicht ausgeruht, sondern dort angepackt, wo Hilfe gebraucht wurde, betonte Wehrführer Siegel in seinem Bericht. So unterstützte die Feuerwehr wieder den Fischereiverein bei seiner Itz-Reinigungsaktion und sicherte bei den "Walking-Ortsmeisterschaften" die Strecken ab - wie auch die Strecke des Martinsumzuges in Großheirath.

Anzahl geht zurück

Das Leistungsabzeichen wurde in verschiedenen Stufen abgelegt. Stellvertretende Kommandantin Diana Schultheiß bildete sich fort, und zwar an der Feuerwehrschule zum Gruppenführer. In diesem Jahr will sie auch den Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr" ablegen. Mehrmals fanden sich die Atemschutzgeräteträger auf der Atemschutzübungsstrecke in Ebersdorf ein. "Der Atemschutz ist in der heutigen Zeit enorm wichtig und notwendig, und deshalb wird jeder Geräteträger gebraucht", sagte der Kommandant und rief dazu auf, sich der Atemschutztruppe anzuschließen und die Prüfungen und Untersuchungen abzulegen. Die Anzahl der Geräteträger sei rückläufig. Für die einwandfreie Funktion und stetige Einsatzbereitschaft der Atemschutzgeräte sorgten die Gerätewarte Markus Kreidler und Andreas Lebek. "Damit tragen sie sehr viel Verantwortung", betonte Siegel.

Der Kommandant kündigte an, dass die Rossacher Wehr in den nächsten Monaten das wasserführende Fahrzeug der Wehr aus Großheirath bekommt. Damit kämen weitere Aufgaben und Herausforderungen auf die Aktiven zu. Aber er sagte, er sei sicher, dass die Wehr diese Herausforderungen mit Bravour meistern werde. Was hinzukomme: Mit dem "neuen" Fahrzeug rücke die Rossacher Wehr im Alarmplan ein ganzes Stück nach vorne.

Bei der Jugend- und der Kinderfeuerwehr ziehen die Verantwortlichen eine gemischte Bilanz. Jugendwartin Carina Rauschert sagte, die Jugendfeuerwehr habe acht Mitglieder. Zwei gut ausgebildete Mitglieder wechselten in die aktive Wehr. Großartig hätten die Jugendlichen den Jugendleistungsmarsch in Meilschnitz gemeistert. Auch die Feste des Feuerwehrvereins und die "Löschi-Olympiade" habe die Jugendgruppe wieder aktiv unterstützt. Allerdings habe im vergangenen Jahr kein Feuerwehranwärter am Wissenstest teilgenommen. Dies wurde von mehreren Seiten bedauert.

Wichtiges Ereignis

Die Wehr habe ein großes Ausrufezeichen im Bereich der Kinderfeuerwehr mit der Ausrichtung der "Löschi-Olympiade" gesetzt, stellte Kommandant Björn Siegel fest. Daran hätten 140 Kinder aus den Kinderfeuerwehren des Landkreises teilgenommen. Siegel lobte die Arbeit in der Kinderfeuerwehr, die sehr engagiert von Doris und Thomas Fischer geleistet werde. Die "Löschzwerge" zählten elf Mitglieder. Zwei davon werden laut Siegel in die Jugendfeuerwehr wechseln und weiterhin aktiv bleiben. Zudem rückte Michelle Engel von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst auf. Matthias Grell wurde für 20 Jahre aktiven Dienst in der Wehr geehrt.

Vorsitzender Andreas Lebek sprach von 96 Mitgliedern, wovon 28 Mitglieder aktiv seien. Im vergangenen Jahr habe man zwei Mitglieder verloren. Der Vorsitzende rief die Versammlung zur Mitgliederwerbung auf. Dabei sollten schon die Jüngsten möglichst für die Feuerwehr begeistert werden. Dieser Appell war verbunden mit der Information, dass die Feuerwehr jedem Ortsbürger ein Anschreiben schicke. Darin weise die Feuerwehr auf ihre Aufgaben hin und auf den Umstand, dass es nur wenige Wehrleute gebe und dass die Einsatzbereitschaft tagsüber nicht gewährleistet sei.

Eine wichtige Information war außerdem, dass mit der Unterstützung aller Ortsvereine und einiger Firmen ein Defibrillator gekauft werden konnte, der am Feuerwehrhaus angebracht wurde. Durch den ASB sei eine entsprechende Schulung erfolgt. Allerdings sei diese auf schwache Resonanz gestoßen, wie Lebek mit Bedauern berichtete. mst