Das Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen unterstreicht nach Ansicht des Kronacher Wahlkreisabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe, Hans Michelbach, die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen zur Stärkung der Unternehmensliquidität. "Die etwas bessere Prognose für dieses Jahr darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Erholung länger hinzieht und nun erst Anfang 2022 das Niveau von 2019 erreichen wird", meinte Michelbach. Die Sozialdemokraten rief er auf, den Widerstand gegen die Aufnahme steuerlicher Verbesserungen für Unternehmen ins Jahressteuergesetz 2020 aufzugeben.

Er betonte: "Die Subventionsleistungen für die Bewältigung der Pandemiekrise müssen schrittweise zurückgeführt werden. ... Es ist sehr viel zielführender, den Betrieben eine Verbesserung der Liquidität zu ermöglichen." Außerdem müssten mittelständische Personengesellschaften, die sich in der Weiterführungsphase befinden, durch Änderungen im Erbschaftsteuergesetz besser geschützt werden.

Mehr Geld im Betrieb belassen

Michelbach erläuterte, mit der Ausweitung des Verlustrücktrags auf das Jahr 2018 würde dem Staat kein Cent entgehen. Den Unternehmen stünden Rückzahlungen, auf die sie ohnehin einen Rechtsanspruch hätten, schon früher zur Verbesserung der Liquidität zur Verfügung. Ergänzend sei die steuerliche Besserstellung von thesaurierten Gewinnen ein Anreiz, diese Gewinne im Unternehmen zu belassen (das sind Gewinne, die nach Steuer und Ausschüttung an Anteilseigner im Geschäft verbleiben, Red. ). Das trage zusätzlich zu einer breiteren Liquiditätsbasis bei, erläuterte der Politiker. Er wies zugleich auf die Existenzbedrohung für Personengesellschaften hin, die sich in der Nachfolgephase befinden. red