Die gemeindliche Bücherei in der Anna-B.-Eckstein-Schule gibt es künftig nicht mehr. Eine Auflösung hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Auch wenn die Bücherei im Jahre 2012 infolge sinkenden Interesses mit der kirchlichen Bücherei zusammengeschlossen wurde, kann sie nicht länger gehalten werden. "Die Bücherei ist ohnehin nicht mehr auf dem neuesten Stand", meinte Michael Ehrmann (SPD).


Bücher werden verkauft

Die Bücher werden entfernt durch einen Verkauf gegen einen geringen Obolus, wobei der Erlös gemeindlichen sozialen Zwecken dienen soll. Nicht an dem Mann gebrachte Bücher sollen recycelt werden. Zur Wehmut über diesen Beschluss kommt für die Blaskapelle Meeder eine gewisse Freude. Denn durch die Entfernung der Bücher und Regale bekommen die Musiker mehr Platz und Gestaltungsspielraum im gemieteten Gemeinschaftsraum.


Stromtrassen-Veto bekräftigt

Im Konsultationsverfahren zum Netzentwicklungsplan 2030 bekräftigte der Gemeinderat abermals seine Ablehnung gegen die Trassenvarianten P 44 und P 44 mod. "Wir werden uns gegen den Bau einsetzen", kommentierte Bürgermeister Bernd Höfer (CCU/LV) den Beschluss. Er verwies darauf, dass das immer noch laufende Planfeststellungsverfahren zum Neubau eines Verkehrslandeplatzes in der Gemeinde, Gemarkung Neida, bereits umfängliche Flächenressourcen umspanne und keine weiteren Flächenverbräuche akzeptiert würden. Eine Trassenführung über das Gebiet der Planfeststellung zum Verkehrslandeplatz und hiervon betroffener Schutzbereiche (Anbauverbotszonen) würde ohnehin die bauplanungsrechtliche Selbstverwaltung der Gemeinde Meeder de facto auf "null" reduzieren. Das ist, so wurde festgestellt, verfassungsrechtlich nicht zulässig.
Für 15 000 Euro soll der Schmutzwasserkanal im Ortsteil Kösfeld saniert werden. Für den im Trennsystem bestehenden Oberflächenwasser-Kanal wurde derzeit noch kein Handlungsbedarf gesehen, da eventuelle Schäden unbedenklich sind. Der Schwerlastverkehr wurde nicht als Ursache für die Schäden angesehen. Dieser würde ohnehin mit dem Bau der neuen Staatsstraße (fünf Jahre wurden genannt) nachlassen.
Keine Einwendungen der Bürger gab es zu Änderungen des Bebauungsplanes in Wiesenfeld (Sulzdorfer Weg) und zur Änderung des Flächennutzungsplanes. Nach Würdigung der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange wurden die entsprechenden Satzungsbeschlüsse gefasst.
Da verschiedene Mängel am Regenrückhaltebecken festgestellt wurden, nahm die Gemeinde den Bau nicht ab. "Vieles ist noch verbesserungsbedürftig", betonte Bürgermeister Höfer.