Die Martin-Bauer-Group setzt auch weiterhin auf den Standort Vestenbergsgreuth. Ein für Gemeinderäte und Bürgermeister natürlich sehr willkommenes Signal. Deutlich wurde dies in der jüngsten Gemeinderatssitzung durch einen wasserrechtlichen Antrag, mit dem die Unternehmensgruppe auf eine Ausweitung ihrer "betriebseigenen Wassergewinnung" abzielt. Ein weiterer Brunnen also, der für die Produktionsvorgänge des Teeherstellers benötigt wird. Wie Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB) mitteilte, sind die bereits vorhandenen Brunnen des Unternehmens an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt. Um auch in Zukunft auf der sicheren Seite zu sein, sei ein weiterer Brunnen notwendig.

Dass der Gemeinde viel daran liegt, das Unternehmen am Standort zu halten, brachte Bürgermeister Lottes deutlich zum Ausdruck. Gegen den Antrag der Martin-Bauer-Group gab es auch im Ratsgremium keine Einwände.

Hydrogeologe klärt auf

Nachdem das Landratsamt als Genehmigungsbehörde verantwortlich zeichnet, hatte der Antrag auch den Weg von der Aufsichtsbehörde zur Gemeinde Vestenbergsgreuth genommen. Die Marktgemeinde werde dazu lediglich "gehört", teilte Lottes mit.

Dennoch wollte sich das Gremium eine Meinung bilden. Um sich in die Materie einarbeiten zu können, wurde ein Sachverständiger gehört. In einer - nach den Worten des Bürgermeisters - sehr interessanten Präsentation klärte der Hydrogeologe Werner Reiländer das Gremium über den Verlauf der Grundwasserströme und ähnlich Wissenswertes bei der Wassergewinnung auf. Mit Fragen konnten sich die Ratsmitglieder auch an Arpad Brezovski, den anwesenden Geschäftsführer des Unternehmens Martin Bauer, wenden.

Wie Reiländer erläuterte, ist es zunächst notwendig, eine "Erkundungsbohrung" durchzuführen. Sie werde zeigen, in welcher Tiefe Wasser zu finden sei und ob die Schüttung für den Brunnen ausreicht. Natürlich dürfen auch für die Landwirtschaft keine Nachteile aus einem weiteren Brunnen entstehen. Dies werde als Genehmigungsbehörde das Landratsamt zu prüfen haben.