Eine 45-köpfige Delegation der drei Luxemburger Naturparks informiert sich bei "Kronach leuchtet". Zwei Fragen interessieren besonders: Wie stellt man ein Lichtevent von Bürgern für Bürger auf die Beine?
Durch Zufall waren die Luxemburger auf "Kronach leuchtet" aufmerksam geworden: Der Vorbereitungsbesuch zum Erkundungsausflug des Naturparks Frankenwald fiel in die Aufbauphase des Lichtevents. Schnell erkannte der Direktor des Naturparks Our, Christian Kayser, dass man von der Erfahrung der Kronacher profitieren könne und erweiterte spontan das geplante Ausflugsprogramm. Und so fand sich die Delegation der drei Luxemburger Naturparks in der Bastion Marie der Festung Rosenberg ein.
Projektleiter Markus Stirn informierte über Lichttheorie und Technik. Der Vorsitzende von "Kronach Creativ", Rainer Kober, stellte das Emotionale in den Mittelpunkt seiner Rede. Ein wesentliches Kennzeichen des hiesigen Lichtfestivals sei die hochwertige Architekturbeleuchtung. Stirn erklärte, sie ziele aufs atmosphärische Sehen der Gebäude ab, auf das Verdeutlichen der Architektursprache.


Architektur zum Sprechen bringen

Material, Struktur und natürliche Farben würden herausgearbeitet, Sicht- und Blickachsen betont. Die Beleuchtung sollte Spannung erzeugen und damit Abwechslung für das Auge des Betrachters schaffen. Farbiges Licht werde hierbei nur in Ausnahmefällen eingesetzt. Die drei Weißtöne würden genügen: Warmweiß lässt die natürliche Farbe des Beleuchteten erkennen. Das kalte Weiß des Morgenlichts sorge dagegen für erhöhte Aufmerksamkeit des Betrachters. Neutrales Weiß, wie es als Arbeitslicht genutzt wird, würde für Abwechslung sorgen.
Zustimmende Staunen der Luxemburger kommentierte vergleichende Tag-Nacht-Aufnahmen, die Stirn ausgewählt hatte. Er erläuterte das Konzept der internationalen Workshops, einem Alleinstellungsmerkmal von "Kronach leuchtet". Kober betonte, dass das Event finanziell auf eigenen Füßen stehe. red