Mit einer Rekordteilnahme von 46 angehenden Landwirten und sieben Hauswirtschafterinnen ist der alle zwei Jahre stattfindende Berufswettbewerb der Landjugend auf Ebene der Landkreise Bayreuth und Kulmbach zu Ende gegangen. Mit rund 10 000 Teilnehmern bundesweit gilt der land- und hauswirtschaftliche Wettbewerb als einer der größten Berufswettkämpfe in Deutschland.
Die jungen Leute müssen dabei nicht aus den Landkreisen Bayreuth oder Kulmbach stammen, haben aber in der Regel ihren Lehrbetrieb in der Region.


Zwei Kulmbacher vorn

Erster bei den Landwirten wurde Lukas Schütz aus Dörfles bei Mainleus, gefolgt von Lena Wunderlich aus Bad Berneck. Auf dem dritten Platz landete Clemens Hilpert aus Windischenhaig.
Bei den Hauswirtschafterinnen kamen Ariane Huber aus Rosenheim, die in Lichtenfels ihre Lehre absolviert, und Eva Maria Lengenfelder aus Forchheim punktgleich auf den ersten Platz. Dritte wurde Ronja Pfitzner aus Bad Alexandersbad.
Alle Teilnehmer hätten Mut und Einsatzbereitschaft gezeigt, sagte Hauswirtschaftslehrerin Anke Weiß. Sie appellierte an den Nachwuchs, sich immer wieder solchen Herausforderungen zu stellen und damit Wissen und Kenntnisse zu erweitern.
Die Teilnehmer im Bereich der Hauswirtschaft, neben sechs jungen Frauen auch ein Mann, wurden unter anderem in der Berufstheorie geprüft, mussten ihr Allgemeinwissen unter Beweis stellen und eine Präsentation für eine Ausbildungsmesse erstellen. Die Themen in der Berufstheorie reichten von Fachrechnen über Ernährungskunde, Lagerung von Lebensmitteln, Hygiene, Wäschewaschen bis hin zur Planung einer Veranstaltung. "Allein diese Zusammenstellung zeigt das breite Tätigkeitsfeld in der Hauswirtschaft", sagte Anke Weiß.
Etwas schwieriger war die Auswertung aufgrund der hohen Teilnehmerzahl von 46 bei den Landwirten. Auch hier gab es nach den Worten von Fachlehrer Fritz Asel wieder einen berufstheoretischen Teil, bei dem beispielsweise das Volumen eines Güllebehälters errechnet werden musste, Fragen zur Tierproduktion, zum Pflanzenbau und einen allgemeinen Teil. In Form eines Kurzreferats mussten die Teilnehmer ihren Ausbildungsbetrieb vorstellen und im fachlichen Werkteil galt es, einen massiven Flaschenöffner zu bauen.


Teilnahme eine Ehre

Ohne den frischen Wind im ländlichen Raum könne sich die Landwirtschaft nicht fortentwickeln, sagte der Bayreuther Landrat Hermann Hübner. Die Absolventen hätten den Mut gehabt, sich freiwillig der Prüfung zu unterziehen.
Allein schon teilgenommen zu haben, sei eine große Ehre, so der Bayreuther BBV-Kreisobmann Karl Lappe.
Die Erstplatzierten haben nun die Möglichkeit, beim Bezirksentscheid Oberfranken-Sieger zu werden, ehe im April der Landesentscheid in Kempten und im Mai das Bundesfinale in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. shf