Arkadius Guzy

Die Werbung in der Stadt ist immer wieder ein strittiges Thema im Stadtrat. Nun brachte die CBB-Fraktion mit einem Antrag die Diskussion erneut in Gang: Sie schlug die Aufstellung von Litfaßsäulen vor.
Mit diesen sollte die Werbung im Stadtgebiet reduziert werden und zugleich Vereinen sowie Kulturschaffenden eine Gelegenheit gegeben werden, auf Veranstaltungen aufmerksam zu machen, wie Alexander Stolz für die CBB-Fraktion im Bau-, Forst- und Umweltausschuss erklärte. Als eine von mehreren Möglichkeiten sah der Antrag die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen vor, das sich um die Litfaßsäulen und die Plakatierung kümmern sollte.
Die Verwaltung hatte Kontakt zu einem Unternehmen aufgenommen, das bereits Außenwerbung in Hammelburg betreibt. Dieses sollte drei Standorte für Plakattafeln als Ersatz für weggefallene Standorte bekommen. Das Unternehmen würde zusätzlich drei Litfaßsäulen aufstellen, auf denen die Stadt oder Vereine kostenlos werben könnten. Dafür sollten die Vereine dann auf Plakate an Masten an den Stadteingängen und an anderen bisher üblichen Stellen verzichten.
Doch der Vorschlag weckte Zweifel. So meinte Patrick Bindrum (CSU), dass die Vereine vorher gefragt werden sollten, ob sie das wollen. Dominik Sitter (Bürgerliste Obereschenbach) sah bei den Vereinen ebenfalls ein Problem. Dass die Plakatierung in der Kernstadt bereits eingeschränkt ist, darauf wies Daniel Wolf (Junge Liste) hin. Vereine können bis zu zehn Plakate in der Kernstadt aufstellen. Gegen die Litfaßsäulen habe er nichts, meint Wolf. "Wir haben uns bei der Musikini früher einen zentralen Platz für Werbung gewünscht", sagte Stolz.
Der Antrag der CBB-Fraktion hatte allerdings keinen Erfolg. Das Abstimmungsergebnis lautete 5:5 Stimmen, was eine denkbar knappe Ablehnung des Vorschlags bedeutete.