Um die Straße zur Schule in Marktzeuln wurde in der Gemeinderatssitzung in der TSV-Turnhalle kontrovers diskutiert. Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech (UBMz) berichtete, dass die Schulstraße im Rahmen der Bauarbeiten für den Glasfaseranschluss der Grundschule umgestaltet werden soll. Die Verlegung betreffe den Bereich des bestehenden und sehr engen Gehwegs. Durch die Umgestaltung in eine Spielstraße im Rahmen eines Förderprogrammes würde der zu enge Gehweg entfallen und die Straße an Breite gewinnen.

Bis zum Januar nächsten Jahres müssen die Arbeiten umgesetzt sein. Dadurch wäre denkbar, das Marktareal in die Schulstraße zu verlegen, so der Bürgermeister . So bekäme man den monatlichen Markt aus dem Wohngebiet heraus. Zudem würde die Handarbeit im Winterdienst wegfallen und es könnte maschinell geräumt werden.

Bei einem Ortstermin mit Vertretern des Marktes Marktzeuln und der Polizei Lichtenfels wurden die Möglichkeiten zur Errichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs (Spielstraße) in der Schulstraße Marktzeuln besprochen. Die entstehenden Mehrkosten in Höhe von etwa 30 000 Euro sind bereits im Haushalt 2021 berücksichtigt worden. Verkehrsberuhigte Bereiche kommen nur für einzelne Straßen oder Bereiche mit überwiegender Aufenthaltsfunktion und geringem Verkehrsaufkommen in Betracht. Da es sich weder um eine Kreis-, Staats- oder Bundesstraße und auch nicht um eine Vorfahrtsstraße handelt, sondern die Schulstraße im Bereich einer Tempo-30-Zone liegt, bestünden keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Schaffung eines verkehrsberuhigten Bereichs, berichtete Friedlein-Zech. Ein paar Voraussetzungen müssten allerdings geschaffen werden: Die Gestaltung der Straße muss den Eindruck vermitteln, dass die Aufenthaltsfunktion überwiegt, dies könne durch den geplanten niveaugleichen Ausbau der gesamten Straßenbreite erreicht werden.

Einige Bedenken angemeldet

Diesbezüglich meldete Markus Pülz ( CSU ) Bedenken an. Er sorge sich um die Wasser- und Abwasserleitung. Diese wären dann noch näher am tiefergelegten Bereich. Der Bürgermeister betonte, dass es in diesem Bereich noch nie Probleme gegeben habe. Laut Abwasser-Zweckverband seien keine Schäden bekannt. Jutta Stark (UBMz) warf ein, dass die Maßnahme mit den Schulbussen abgestimmt werden müsse. Ulrike Stark ( SPD ) sorgte sich um die Anzahl der Parkplätze, da im verkehrsberuhigten Bereich dann nur innerhalb gekennzeichneter Flächen geparkt werden dürfe. Der Bürgermeister räumte ein, dass dann etwa drei bis fünf Parkplätze wegfallen würden und nicht mehr in einer Linie geparkt werden könne, da die Fahrweise des Verkehrs durch geeignete Veränderungen zu beeinflussen wäre, etwa durch Blumenkübel. Im Spätherbst soll die Umsetzung erfolgen. Mit einer Gegenstimme wurde die Umgestaltung der Schulstraße beschlossen.