400.000 Euro Gewinn, aber zu wenig Eigenkapital: Die Finanzen von Regiomed waren auch Thema im Kreisausschuss. Er bestätigte als Gesellschafter der Regiomed-Kliniken einstimmig die Abschlüsse des Regiomed-Verbundes für das Geschäftsjahr 2021.

Der geprüfte Jahresabschluss der Regiomed-Kliniken GmbH für das Geschäftsjahr 2021 einschließlich der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Lagebericht wurde durch die Solidaris Revisions-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung vorgestellt.

Das Bilanzvermögen der Regiomed-Kliniken GmbH beläuft sich demnach zum 31. Dezember 2021 auf 59 119 525 Euro und hat im Vergleich zum 31. Dezember 2020 (47 291 011 Euro ) um 11 828 514 Euro zugenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.Januar bis 31. Dezember 2021 schließt mit einem Jahresüberschuss von 409.852 Euro (Vorjahr: 194.598 Euro ).

Die Konzernbilanz der Regiomed-Kliniken GmbH umfasst eine Bilanzsumme von 297.642.653 Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (290.725.505 Euro ) um 6.917.148 Euro erhöht. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung für 2021 schließt mit 16.700.484 Euro (Vorjahr:13.735.114 Euro ). Das Berichtsjahr 2021 schließt vor der Gewinnverwendung mit einem Konzernjahresergebnis von insgesamt 2.965.369 Euro (Vorjahr: 6.715.298 Euro ).

Zahlen sind den Räten bekannt

Auf Anfragen aus den Reihen der Ausschussmitglieder erklärte stellvertretender Landrat Helmut Fischer (CSU), dass die Aufsichtsräte diese Zahlen kontinuierlich kontrollierten. Fischer sprach anstelle von Landrat Christian Meißner (CSU), der dem Aufsichtsrat angehört und der keine Interna aus dessen Sitzungen preisgeben darf. Der Kreisausschuss des Lichtenfelser Kreistags, so Helmut Fischer , habe nun lediglich zu entscheiden, ob er diesen Aufsichtsräten vertraue und sie entlaste.

Die Zahlen lägen vor und würden regelmäßig in den Kreistags- und Kreisausschusssitzungen erläutert. Dass Regiomed eine zu niedrige Eigenkapitalquote habe, sei seit einigen Jahren bekannt.

Probleme mit der Großküche

2023 könnten sich die Probleme mit der Regiomed-Großküche verschärfen. „Uns ist bekannt, dass sie zu groß gebaut worden ist“, sagte Fischer und fügte hinzu: „Ich kann mir vorstellen, dass unsere Vertreter im Aufsichtsrat nicht besonders glücklich über gewisse Entscheidungen des Aufsichtsrates sind.“ Konkrete Beschlüsse müssten jedoch vom Kreistag gefasst werden. ME