Wohl selten gibt es bei einem Pressetermin so viel Spaß und freudige Gesichter: Bei der Besichtigung der neu geschaffenen Mountainbike-Strecke am Krappenberg bei der Friedenslinde in Lichtenfels freuten sich alle Teilnehmer über den tollen neuen Trail, der hier entstanden ist. „Das ist eine runde Sache für Einheimische und Gäste, und das Tollste ist, dass die Mountainbiker ihren Trail selbst geschaffen haben“, zeigte sich Landrat Christian Meißner begeistert.

Mehr als 50 mountainbike-begeisterte Helfer haben innerhalb von drei Wochen einen schmalen, aber durchaus anspruchsvollen Trail von rund 1,4 Kilometern gebaut. Die Aktion war das Ergebnis einer optimalen Zusammenarbeit zwischen den Bayerischen Staatsforsten und dem Landratsamt.

„Das ging alles sehr unbürokratisch, super schnell und super unkompliziert“, resümiert Revierförster Dirk Siepe von den Bayerischen Staatsforsten. Das Entgegenkommen der Bayerischen Staatsforsten, ein Waldstück bereitzustellen, stieß auf den großen Enthusiasmus der lokalen MTB-Community, die mehr als 500 Arbeitsstunden investiert haben.

Landrat Meißner, der für die Testfahrt mit dem eigenen Mountainbike kam, unterstrich: „Die neue Strecke ist der Beginn eines gemeinsamen Konzeptes, das für Locals wie für Gäste gleichermaßen das Biken zum Erlebnis machen soll, aber alle anderen Interessen auch mitberücksichtigt.“ In das Konzept sollen bestehende Wege genauso einbezogen werden wie neue Strecken. Bis alles umgesetzt ist, wird es allerdings noch eine Weile dauern. In naturschutzfachlich sensiblen Bereichen müssen eventuell mehr Kompromisse eingegangen werden.

Andrea Musiol, Regionalkoordinatorin und Geschäftsführerin der Tourismusregion Obermain-Jura, stellte heraus: „Mit dem neuen Mountainbike-Konzept sprechen wir neue Zielgruppen an. Das ist für den Tourismus in unserer Region eine große Chance.“

Derzeit erfährt die Strecke noch weitere Anpassungen, erst zum Abschluss erfolgt eine Beschilderung. Das gute, vertraute Miteinander, das den Streckenbau begleitet, setzte eine professionelle Planung und das Einbinden aller Beteiligten voraus. Die Untere Naturschutzbehörde wurde in die Streckenplanung ebenso einbezogen wie die Jägerschaft und die Regionalkoordination am Landratsamt.

Neben der Freude am Fahren ist es den Bikern ein Anliegen, die Natur möglichst zu schonen. Deshalb werden sie auch weiterhin ein Auge darauf haben, wer wie im Wald fährt, unterstrichen die Teilnehmer des Ortstermins . red