Kaum war die Nominierungsversammlung eröffnet, war sie auch schon wieder vorbei. Genau so war es auch vom Landratsamt gewünscht worden: keine langen Reden, kein Tamtam, keine Vorstellung des Bürgermeisterkandidaten - Corona ließ dies alles nicht zu.

Dass die Nominierung dennoch reibungslos ablaufen konnte, war dem stellvertretenden Vorsitzenden des CSU-Ortsverbands Michelau , Clemens Weisser, zu verdanken. Er führte seit dem Tod von Dirk Rosenbauer die Geschäfte und hatte auch die Veranstaltung in der TVM-Turnhalle organisiert. Ein umfangreiches Hygienekonzept und eine Bestuhlung mit ausreichend Abstand zum Nebenmann gehörten dazu.

Weisser konnte besonders die Ortsvorsitzenden aus Neuensee und Schwürbitz, Andreas Scheumann und Carlo Scheidt, begrüßen. Nach einem kurzen Innehalten für den verstorbenen Bürgermeister Dirk Rosenbauer schlug Weisser nach Absprache aller drei Ortsverbände Jochen Weber vor, der als Zweiter Bürgermeister die Amtsgeschäfte im Rathaus leitet.

Weber wurde einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten der CSU gewählt. Er bedankte sich kurz für das entgegengebrachte Vertrauen und erwähnte, dass sein Urgroßvater Nikolaus Beier einst der erste Bürgermeister nach dem Krieg in Michelau gewesen sei. "Ich will will den Teamplayer-Gedanken mit euch weiterführen", betonte er. Die Bürgermeisterwahl in Michelau findet am 11. April statt. red