Der Vermögenshaushalt der Gemeinde Redwitz hat als wichtigste Einnahmepositionen die Zuwendungen für das Fahrzeug der FF Obristfeld (26 500 Euro vom Freistaat, 10 000 Euro vom Landkreis), für die städtebauliche Maßnahme Höllein-Platz 603 300 Euro, die Veräußerung von Gebäuden und Grundstücken mit insgesamt 119.150 Euro, Straßenausbaupauschale mit 20 500 Euro und 26.400 Euro Restförderung für den Geh- und Radweg Unterlangenstadt-Trainau.

Die wichtigsten Ausgaben

Als wichtigste Ausgaben im Vermögenshaushalt nannte Kämmerer Grünbeck das neue Fahrzeug der FF Obristfeld, Abgasabsauganlage und Ersatzbeschaffungen in Höhe von insgesamt 102 500 Euro und 42 500 Euro für die Fertigstellung des Feuerwehrhauses der FF Unterlangenstadt, 165 000 Euro für die Erweiterung der Kita Grünschnabel und 370 000 Euro für die Renovierung des Altbestandes Kindergarten als auch für die Sanierung des Horts „Clever Kids“ 100 000 Euro. Weiter schlagen mit hohen Zahlen die Schlusskosten für die Umgestaltung des Höllein-Platzes mit 320 000 Euro und der allgemeine Straßenbau mit 100 000 Euro zu Buche. Für die Tilgung von laufenden Krediten müssen 195 700 Euro geleistet werden.

Gesamthaushalt 10 Millionen

Der Gesamthaushalt beläuft sich auf 10 032 100 Euro (Vorjahr 12,7 Millionen). Der Schuldenstand wird sich zuzüglich der möglichen Neuaufnahme in Höhe von 976 000 Euro und abzüglich der Tilgungsleistungen von 195 700 Euro zum Ende des Haushaltsjahres auf 2 219 516 Euro belaufen, was 656 Euro Schulden je Einwohner entspricht. Die vergleichsweise Verschuldung innerhalb des Landkreises beträgt 1049 Euro je Einwohner. Stellt man den Schuldenstand den Rücklagen von 2 212 948 Euro gegenüber, so ist die Gemeinde Redwitz nahezu schuldenfrei. Alle Fraktionen äußerten sich lobend, so dass das Gremium dem Haushaltsplan 2021, dem Finanzplan und der Haushaltssatzung einstimmig zustimmte.

Baubeginn der Trasse im Juni

Bürgermeister Gäbelein informierte über den Ersatzneubau Ostbayernring mit einem voraussichtlichen Baubeginn im Juni 2021. Die Tennet habe mitgeteilt, dass der vorzeitige Baubeginn für den Abschnitt C des Ostbayernrings zwischen Redwitz und Mechlenreuth bei der Regierung von Oberfranken beantragt sei. Die Bestandsleitung soll 2023 abgebaut und durch den Ebnether Forst wieder aufgeforstet werden. Letztlich sei dies aber von den Grundstückseigentümern abhängig. Jochen Körner ( SPD ) drängte darauf, die Einwände der Gemeinde vorzubringen. Weiter beharrte er darauf, dass keine zweite Schneise durch den Ebnether Wald gewünscht sei. Stefan Schmidt (UBR) sprach sich gegen einen Einspruch im Interesse einer sicheren bayerischen Stromversorgung aus. Alfred Leikeim (UBR) forderte, der bisherigen Linie treu zu bleiben und sich aufgrund der geplanten Schneise gegen den beantragten vorzeitigen Baubeginn auszusprechen. Letztlich stimmte der Gemeinderat mehrheitlich dafür, seine Einwände bei der Regierung erneut vorzubringen.