Im Herzen jung geblieben, feierte Gerhard Popp in bemerkenswerter körperlicher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag . Am 24. Juni 1941 wurde er geboren und wuchs auf dem elterlichen Hof in Reundorf auf. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung im landwirtschaftlichen Bereich. Doch war die Begeisterung für die Arbeit mit Jugendlichen schon in jungen Jahren stärker. So leitete er die Katholische Landjugend in der Pfarrei Staffelstein, wie auch auf Kreisebene. Außerdem war er im damaligen Kreisjugendring Staffelstein aktiv. In seiner Gemeinde übernahm er Verantwortung in einigen Vereinen. Nach der Ausbildung zum Jugendpfleger in Gauting bei München wechselte er hauptberuflich in die Jugendarbeit – anfangs im kirchlichen Dienst in Bamberg und Lichtenfels. 1980 wechselte er dann auf die neu geschaffene Stelle des Jugendpflegers für den Landkreis Lichtenfels.

Kreative und zeitlose Ideen

Seine Ideen und Visionen prägen bis heute den Kreisjugendring und die kommunale Jugendarbeit des Lichtenfelser Landkreises. Das Kreisjugendfest, die Spielemesse, Studienreisen nach London, das Spielmobil sowie die legendären Zeltlager und Skifreizeiten sind seiner Kreativität zu verdanken und werden zum Teil noch heute angeboten. Die Liste der lustigen und auch nachdenklichen Begebenheiten, über die er berichten könnte, ist lang.

Einige weitere markante Aktionen waren die Jugendaustauschprogramme mit anderen Ländern, wie Japan, Israel, Russland und der Elfenbeinküste. Diese wurden unter seiner Federführung initiiert, geplant und durchgeführt. Bemerkenswert ist, dass die Verbindung zu den damaligen japanischen Jugendleitern bis heute anhält und Freundschaften durch gegenseitige Besuche gepflegt werden.

1970 heiratete Gerhard Popp seine Theresia und wurde Vater von drei Kindern . Nach Eintritt in den Ruhestand im Jahre 2004 widmete er sich wieder verstärkt den heimatlichen Vereinen. Da es ihm stets ein Anliegen war, die Dorfgemeinschaft zu stärken, führte er die „Dorfolympiade“ am Kirchweihmontag ein, bei der alle Vereine eingebunden waren und für die er mehrere Jahre verantwortlich war. Nicht zuletzt seien die Dorfausflüge erwähnt, die er organisierte und die sich großer Beliebtheit erfreuten.

Als Gründungsmitglied des CSU-Ortsverbandes Reundorf übernahm er über Jahre den Vorsitz und steht bis heute als Zweiter Vorsitzender zur Verfügung. Auch in der Kirchenverwaltung von Reundorf leistete er seinen Beitrag. Trotz der vielseitigen Aufgaben als Jugendschöffe, Personalrat , Jurymitglied der Kommission „Unser Dorf soll schöner werden“ und als Bezirksbeauftragter des Jugendherbergswerkes, bereiste er viele Länder. Seine Freude am Organisieren bescherte auch der früheren Landjugend Staffelstein etliche Ehemaligentreffen. Bis heute kann er die Hände nicht in den Schoß legen, ist immer bereit, in Haus und Garten zu werkeln, zu wandern, Rad zu fahren, seine Familie zu unterstützen, und hofft, bald wieder verreisen zu können. Große Freude bereiten ihm seine fünf Enkelkinder, die zu ihrem Opa „Hard“ einen sehr guten Draht haben. red