Seit August messen Sensoren die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in der Kordigasthalle. David Rotenberger, Sensorik-Experte bei der Firma Reuther Netconsulting mit Sitz in Bad Staffelstein, und Diplom-Ingenieur Siegbert Reuther informierten die Zuhörer der Gemeinderatssitzung über die Technik dahinter.

Das von dem Beratungsbüro an die Halle angepasste System „Long Range Wide Area Network“, kurz „Lorawan“, mache die Datensammlung möglich. „Das in der Halle installierte Gerät, ein sogenannter Gateway, ist mit dem Internet verbunden, sammelt die Sensordaten und wertet sie mit Hilfe von Softwaretools aus“, erklärte Reuther. Daraus ließen sich Kenntnisse über das Nutzungsverhalten und den Energieverbrauch gewinnen, was einhellig von den Gemeinderäten begrüßt wurde. Einig war man sich auch darin, dass in einem zweiten Schritt die Heizungsanlage damit gesteuert werden müsse. „Damit sind fünf bis zehn Prozent Energieeinsparung ohne Komfortverlust möglich“, betonte der Ingenieur.

System auch schulisch einsetzen

Auch eine Einbindung der Schule ist laut Siegbert Reuther möglich. Es könnten Temperatursensoren angebracht und Wärmeenergiemessungen durchgeführt werden. Denkbar sei es auch, Arbeitsgruppen für Digitalisierung zu gründen. Die Schüler in den oberen Jahrgansstufen könnten so praktische Erfahrungen sammeln. „Das System ist super. Man hat die Daten und kann bei einer Energiekrise reagieren“, sprach Melita Braun (CSU) allen Räten aus der Seele.