Der geplante Ausbau der Bahnhofstraße war diesmal der wichtigste Tagesordnungspunkt der Stadtratssitzung.

Bürgermeisterin Christine Frieß ( CSU ) begrüßte Dipl.-Ing. (FH) Matthias Schimm vom Ingenieurbüro Miller sowie Dipl.-Ing. Franz Ullrich (plan & werk). Schimm erläuterte die zur Debatte stehende Leistungsphase 3 ( Entwurfsplanung und Kostenberechnung ) der Bahnhofsstraße und ging dabei auch auf die gestalterischen Möglichkeiten beim Pflastern ein. Die Mehrkosten seien zwar im Rahmen der Städtebauförderung grundsätzlich förderfähig, allerdings sollte bedacht werden, dass bei dieser Baumaßnahme an der Kreisstraße die Mehrkosten die Stadt ebenso zu tragen hätte wie anschließend den Unterhalt der Pflasterflächen. Mit derartigen Pflasterungen, die unterschiedliche Möglichkeiten und Ausführungsarten bieten, könnte die Bahnhofsstraße mit Plätzen und Grünflächen neue Gestaltungselemente erhalten.

Schimm bezifferte die Kosten mit 1,8 Millionen Euro, wovon 930 000 Euro auf die Verkehrsflächen und 850 000 Euro auf die Nebenflächen, die Bushaltestelle, Geh- und Radwege sowie Querungshilfe entfielen. Falls sich die Stadt für eine teilweise Pflasterung entscheide, würden Mehrkosten von 70 000 Euro entstehen; der Einbau von Leerrohren für die Breitbandverkabelung wurde mit 40 000 Euro veranschlagt.

Bürgermeisterin Christine Frieß ( CSU ) sprach sich ebenfalls für eine Pflasterung aus. Stadtrat Thomas Müller (Bürgerverein) sprach vor allem Überwege an, während Stadtrat Manfred Hofmann ( CSU ) sich von den Planungen angenehm überrascht zeigte. Stadtrat Michael Doppel (FW) sah in diesem Zusammenhang die Neugestaltung des Weihersbachs als vergleichbares gelungenes Beispiel. Zweite Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfingen (FW) ging auf die Verkehrsbelastung ein und bat zu bedenken, dass die Bahnhofsstraße eine der Hauptverkehrsadern von Burgkunstadt sei, wogegen Stadträtin Verena Beck (FW) beim Thema „Pflaster“ erinnerte, dass damit womöglich Geräuschentwicklungen verbunden seien, weswegen auch an die Anlieger zu denken wäre.

Nach unzähligen Wortmeldungen ging Dipl.-Ing. Franz Ullrich nochmals auf den Kern der Sache ein und erinnerte daran, dass Städtebauförderung letztendlich auch etwas mit Innenstadtaufwertung und Gestaltung zu tun habe. Denn, so Ulrich mit Blick auf den Weihersbach, vieles sei offener, heller und freundlicher geworden, wobei die Mehrkosten für die Pflasterung, die ebenfalls förderfähig seien, nicht zu schwer wiegen sollten.

Bei sieben Gegenstimmen erhielt die Stadtverwaltung den Auftrag, mit der Landkreisverwaltung eine Vereinbarung hinsichtlich der Pflasterung auszuhandeln.

Nach Eingang der Förderbescheide und der Zustimmung zu einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn, so die Verwaltung, soll diese Maßnahme im Herbst/Winter dieses Jahres ausgeschrieben und mit der eigentlichen Baumaßnahme im Frühjahr 2022 begonnen werden. Die drei Abschnitte, wie es der Planer erläuterte, seien zunächst der Bereich Plan mit der Lichtenfelser und Kulmbacher Straße, die Bahnhofsstraße bis zum Umfeld der Firma Baur und dann der restliche Teil des Vorhabens.