von unserem Mitarbeiter Michael Wunder

Wallenfels — Die Rektorin der Grundschule Wallenfels, Angela Neder, informierte den Stadtrat über den Modellversuch flexible Grundschule, mit dem man ab dem kommenden Schuljahr in Wallenfels starten wird.
Wie sie erläuterte, gibt es schon seit einiger Zeit die Möglichkeiten der Kombiklassen. In einigen Orten waren sie notwendig, um die Klassen vor Ort halten zu können. Die flexible Grundschule gehe mit verschiedenen Kernelementen aber deutlich darüber hinaus.
In der Grundschule gehe der Trend immer mehr dahin, jahrgangsübergreifende Klassen zu bilden. In diesem ersten Schritt betrifft dies allerdings nur die Kombi-Klasse 1 und 2. Die wenigen "Überflieger" könnten theoretisch beide Klassen in einen Jahr erreichen. Andere, die etwas Startschwierigkeiten hätten und etwas länger bräuchten, könnten auch ohne Nachteil ein Jahr dran hängen.

Enge Kooperation mit den Eltern

Dieses Lernen auf individuellem Niveau geschieht in enger Kooperation mit den Eltern, so Angela Neder. "Die Schule soll ihr Profil ständig überdenken, die flexible Grundschule bietet uns viele Vorteile. Hinzu kommen zusätzliche Förderstunden, welche sehr wichtig sind", so die Rektorin.
Pascal Bächer vom Planungsbüro Stadtumbau informierte über die bisherigen Tätigkeiten in Wallenfels. Die neue Homepage biete neben dem Infoblatt die "Perspektive" eine Möglichkeit, die Bürger mit Informationen zu erreichen. Viel Schwung konnte man bei den vorbereitenden Untersuchungen mitnehmen. Über 20 Beratungen konnten durchgeführt und die Eigentümer entsprechend unterstützt werden.
In seinen Tätigkeitsbericht wies Bächer auf die Ausbildungsmesse am 8. Mai beim Bildungszentrum hin. Er sah darin ein gutes Angebot für die Jugendlichen des Rodachtals. 15 Firmen haben bisher ihre Teilnahme zugesagt. Der Stadtrat muss wie die beiden Nachbargemeinden Steinwiesen und Nordhalben entscheiden, wie es nach dem November, wenn die dreijährige Vertragsbindung endet, weitergeht.
Bürgermeister Jens Korn (CSU) meinte, dass seit 2012 vieles geschehen sei. Ziel war es, die im Zuge des Interkommunalen Städteentwicklungskonzepts (ISEK) ausgearbeiteten Projekte voranzubringen. "Es wurde wahnsinnig viel auf die Beine gestellt, was ohne die Hilfe des Stadtumbaumagement personell in den Kommunen nicht möglich gewesen wäre.

Stadtrat verlängert

Wir wollen jetzt für die Arbeitgeber der Region eine Plattform geben und bieten deshalb die Messe an", so Jens Korn. Er plädierte für ein Fortführen des Stadtumbaumanagements.
Der Stadtrat folgte in einem Empfehlungsbeschluss einstimmig dem Vorschlag des Bürgermeisters, auch über den Dezember hinaus mit dem Projekt Stadtumbaumanagement fortzuführen.
Die Gemeinde Steinwiesen hat sich diesbezüglich auch schon dahingehend geäußert. Nordhalben wird aller Voraussicht in eine "Ruhepause" gehen, so Jens Korn. Logische Konsequenz ist aber dann auch, dass Nordhalben nicht mehr vom Projekt profitieren kann. Stadtrat Bernd Stöcker (CSU) meinte, wenn die Nordhalbener meinen, dass sie nicht mehr mitmachen wollen, sei dies allein deren Problem. Auch Eberhard Braunersreuther (FW) sprach sich für ein Weiterführen des Stadtumbaus aus.

Ja zum Wohnraumkonzept

Darüber hinaus soll zusammen mit Steinwiesen ein generationsübergreifendes Wohnraumkonzept in Auftrag gegeben werden. Man hat sich eine Förderung von 80 Prozent erhofft, jetzt sei der Förderbescheid mit 60 Prozent eingegangen, informierte der Bürgermeister seinen Stadtrat. Nachdem die Notwendigkeit außer Zweifel steht, wurde dieses Konzept auch einstimmig beschlossen. Jede der beiden Kommunen muss nunmehr 8000 Euro Eigenmittel zu den veranschlagten Kosten in Höhe von 40 000 Euro einbringen, so Jens Korn.
Zwei Wanderwege in der Nähe von Wallenfels sind für die Qualitätsregion Frankenwald vorgesehen. Den Eigenanteil von zehn Prozent in Höhe von 1198 Euro wird die Stadt übernehmen. Eine Vereinbarung wird mit dem Naturpark Frankenwald geschlossen.