Für die bayerischen Lehrer soll es künftig ein maßgeschneidertes Gesundheits- und Präventionsprogramm geben, teilt der Bayerische Heilbäderverband in einer Presseinformation mit. Unter dem Titel "Re-Source: Stärkung gesundheitlicher Ressourcen bei Lehrkräften" entwickeln das Staatsbad Bad Brückenau und die Universität Erlangen-Nürnberg ein Projekt zur Gesundheitsförderung.

Dazu sucht der Bayerische Heilbäderverband (BHV) jetzt Lehrerinnen und Lehrer, die an der Studie teilnehmen möchten. "Gerade die Covid-19-Pandemie hat uns gezeigt, dass auch Lehrkräfte unter besonderen Herausforderungen und Belastungen stehen, die langfristige Folgen haben können", sagt der BHV-Vorsitzende Klaus Holetschek. "Burnout ist auch bei dieser Berufsgruppe ein großes Thema. Es ist deshalb sehr zu begrüßen, dass die Lehrergesundheit zum wissenschaftlichen Forschungsprojekt geworden ist."

Das Projekt unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) im Förderprogramm zur Steigerung der medizinischen Qualität in den bayerischen Kurorten und Heilbädern (KuHeMo). Es ist im Januar 2020 gestartet und befindet sich nach Angaben des BHV noch in der ersten Phase.

Fragebogen ausfüllen

"Dazu suchen wir Lehrerinnen und Lehrer, egal von welcher Schulart, für eine Online-Befragung", erläutert Elisabeth Wischlitzki vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. "Das Ausfüllen des Fragebogens dauert rund eine halbe Stunde. Wir möchten darin wissen, wie die Arbeitssituation der Lehrkräfte aktuell ist, unter welchen Belastungen sie stehen, und was sie sich für ihre Gesundheitsförderung wünschen würden."

In einer zweiten Phase wird die Befragung ausgewertet. Sie dient dann als Grundlage für die Erarbeitung eines Präventionsprogramms für die Pädagogen. "Die ökologische Ausrichtung und die Alleinlage als Refugium der Ruhe inmitten des Biosphärenreservats Rhön mit den wohlschmeckenden Heilquellen, als Gesundheitsressort, prädestinieren das Staatsbad Bad Brückenau mit all seinen Gesundheitsgastgebern in der Funktion als Pilot Ort", ist Kurdirektorin Andrea Schallenkammer überzeugt.

Das Projektteam besteht aus Wissenschaftlerinnen der Friedrich-Alexander- Universität und Fachpersonal des Staatsbads Bad Brückenau. Mit Hilfe der Studie sollen in mehreren Jahren nicht nur die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung erarbeitet, sondern auch wissenschaftlich untersucht werden.

An Projektleiterin wenden

Lehrer, die an dieser Studie teilnehmen möchten, können sich an Projektleiterin Elisabeth Wischlitzki wenden - unter Tel.: 09131/852 61 03 sowie per E-Mail (elisabeth.wischlitzki@fau.de). Über folgenden Link können Lehrer an der aktuell laufenden Erhebung teilnehmen: https://bit.ly/3fRaJbD.

Weitere Infos zu diesem Projekt gibt es im Internet auf der Homepage: https://www.ipasum.med.fau.de/re-source/. red