Eine entscheidende Hürde: Wie bekommst du eine BundID?
Die BundID ist dein zentrales Nutzerkonto für Anträge bei allen Verwaltungen in Deutschland. Die Identifikationsnummer weist dich bei Ämtern von Bund, Ländern und Kommunen aus. Das ist ein Zugang zur digitalen Verwaltung. Behördengänge entfallen, weil du das bequem von zu Hause erledigen kannst. Beispielsweise wenn du BAföG und Elterngeld beantragst. Auch die Kfz-Zulassung kannst du mit der BundID digital erledigen.
Ohne die Identifikationsnummer läuft bei den Ämtern fast nichts mehr - so auch bei der E-Auto-Förderprämie. Für die Anmeldung in der Förderzentrale und für die Kommunikation mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn, brauchst du zwingend die BundID.
Da bisher erst wenige Millionen Bürger ein solches Konto besitzen, solltest du dich frühzeitig darum kümmern. Es kann also gut sein, dass du dir zunächst die Identifikation beschaffen oder das Konto aktivieren musst, um überhaupt deinen Antrag auf E-Auto-Prämie stellen zu können. Üblicherweise erhältst du sie mit deinem Personalausweis (ab 2010). Allerdings kann diese Funktion deaktiviert sein. Alternativ kannst du dich mit dem ELSTER-Zertifikat identifizieren.
Wo kannst du den Antrag für die E-Auto-Prämie stellen?
Im ersten Schritt musst du das E-Auto kaufen. Für die staatliche Förderung eines neuen E-Autos in Deutschland ist nicht das Kauf- oder Bestelldatum entscheidend, sondern der Zeitpunkt der Erstzulassung. Darauf weist der ADAC hin. Prämien erhalten die E-Autos, die seit dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen wurden. Eine Unterscheidung nach europäischen oder chinesischen Herstellern gibt es nicht.
Der Antrag ist also bis zu einem Jahr nach Erstzulassung rückwirkend zu stellen. Der Antragsteller muss als Halter eingetragen sein. Erst nach der Zulassung ist der Antrag auf Förderung zu stellen.
Die vorhandenen Mittel, in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro reichen für geschätzte 800.000 geförderte Fahrzeuge im Zeitraum von 2026 bis 2029. Davon geht das Umweltministerium jedenfalls aus.
Welche Unterlagen musst du dem Antrag beifügen?
Zuständig für die Abwicklung der Förderanträge ist das BAFA. Der digitale Antrag wird über das Portal der Förderzentrale Deutschland gestellt und dann vom BAFA bearbeitet. Dem digitalen Antrag sind folgende Dokumente beizufügen:
- der freigeschaltete BundID-Zugang (Niveau "substantiell" oder "hoch") ist Voraussetzung, um den Antrag stellen zu können,
- Kaufvertrag oder Leasingvertrag,
- Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein),
- bei hybriden Fahrzeugen: die EU-Konformitätsbescheinigung (CoC-Dokument) zum Nachweis der CO2-/Reichweitenwerte
- zwei aktuelle Einkommensteuerbescheide,
- Nachweise über die Anzahl der Kinder gehen meistens aus dem Steuerbescheid hervor,
- und eine Bankverbindung.
Das BAFA prüft dann die Fahrzeugdaten, das Haushaltseinkommen, die Haltereigenschaft und die Förderfähigkeit von Fahrzeugen. Passt alles, dann stellt die Behörde einen Bewilligungsbescheid ins BundID-Postfach und überweist die Fördersumme auf dein Konto.
Vorschaubild: © standret/AdobeStock