"Die von den örtlichen Vertretern des BBV formulierten Spekulationen und Vorwürfe weise ich auf das Schärfste zurück. Sie entbehren jeglicher Grundlage", stellt Landrat Klaus Löffler auf Anfrage unserer Zeitung fest.
Die Genehmigung der Windkraftanlage in Hain erfolgte seiner Aussage nach im September 2014. Er selbst ist im Amt des Landrats seit 21. Dezember 2016 und wurde kurz darauf von den betroffenen Bürgern um Anhörung gebeten, wie aus seiner Schilderung hervorgeht. "Nachdem ich die Anliegen, egal in welchen Bereichen, unserer Bürgerinnen und Bürger in unserem Landkreis Kronach ernst nehme, habe ich auch in diesem Fall versprochen, mich zu kümmern", erläutert Löffler sein Vorgehen. "Mit Erfolg - es wird die Einhaltung der genehmigten Schallemissionen in den jetzt kommenden Herbstmonaten durch einen zugelassenen Gutachter überprüft. Nicht mehr und nicht weniger."


Abenteuerliche Behauptung

Dies habe er auch in einem persönlichen Gespräch, im Beisein seiner zuständigen Mitarbeiter, den Vertretern des BBV, Erwin Schwarz, Klaus Siegelin und Rosa Zehnter, am 24. Juli 2017 eingehend erläutert. Dass Schiffner am 11. August eine Petition eingereicht hat, habe er zunächst aus der Berichterstattung der Medien erfahren. Eine Verbindung zu konstruieren von einem gemeinsamen Gespräch mit dem BBV zu der Eingabe der Petition von Schiffner sei geradezu abenteuerlich und ein "dicker Hund".
Die Unterstellung, die Schiffnersche Petition sei über ihn initiiert worden, grenze an Verleumdung beziehungsweise üble Nachrede. "Deshalb werde ich mir auch rechtliche Schritte vorbehalten, weil hier eindeutig die rote Linie überschritten wurde", stellt der Landrat gegenüber unserer Zeitung fest. "In 30 Jahren aktiver Kommunalpolitik sind mir noch nie derart wahrheitswidrige Unterstellungen gegen meine Person vorgebracht worden. Ich bin von den Vertretern des BBV zutiefst enttäuscht. Und dies besonders vor dem Hintergrund, dass ich jederzeit Ansprechpartner für den BBV war und mich für dessen Belange eingesetzt habe."
Auch die Bewertung, zu welcher Veranstaltung er lieber gehe und zu welcher nicht, sei eine weitere Unterstellung und Entgleisung, die sich Löffler aufs Schärfste verbittet. "Meine Haltung zum Thema Nationalpark war von Anfang an klar, und ich darf diese nochmals in Erinnerung rufen."


Stellung bezogen

Er verweist auf die von ihm gleich zu Beginn der Diskussion veröffentlichte Pressemitteilung, zu der er noch heute stehe: "Bei der Diskussion zur Ausweisung des Frankenwaldes als möglichen dritten Bayerischen Nationalpark ist aber darauf zu achten, dass alle relevanten Gruppierungen, zum Beispiel die Waldbesitzer, die Landwirtschaft, der Tourismus, die Kommunen - um nur einige zu nennen - von Anfang an in den Entscheidungsprozess mit eingebunden und gehört werden müssen. Dieser Dialog muss umgehend in die Wege geleitet werden, um mögliche Missverständnisse auszuräumen. Dieser Prozess kann langwierig und steinig sein, mit einem völlig offenen Ausgang. Wichtig ist, es darf am Ende des Weges keine Verlierer geben, sondern Gewinner!" mrm/red