Niklas Schmitt Wie geht es weiter mit dem Jugendcamp in Vestenbergsgreuth? Durch den coronabedingten Lockdown entgingen auch der Jugendübernachtungs- und Bildungseinrichtung des Kreisjugendringes Erlangen-Höchstadt (KJR) Einnahmen. Der Einrichtung ist dadurch die Kostendeckung aus eigener Kraft nicht möglich.

Deswegen hat der Jugendhilfeausschuss des Kreistags beschlossen, das Jugendcamp zu unterstützen. Eine Schließung der Einrichtung war alleine aus vertraglichen Regelungen ohnehin nie im Gespräch, so Johannes Hölzel von der Pressestelle des Landratsamtes. "Einrichtungen der Jugendarbeit sind - insbesondere in Krisenzeiten - unverzichtbar", teilte er auf die Frage mit, welche Folgen eine fehlende Unterstützung haben könnte. Aus der Beschlussvorlage, der ohne Veränderung zugestimmt wurde, geht hervor, dass mit einem Einnahmeausfall von insgesamt etwa 65 000 Euro gerechnet wird. Diesen Betrag wird der Landkreis übernehmen. Seit 1995 betreibt der KJR die Einrichtung im Auftrag des Landkreises. Unterstützt wird die Arbeit jährlich vom Landkreis mit 14 000 Euro.

In dem Überlassungs- und Nutzungsvertrag ist festgehalten, dass das Jugendcamp die Kosten durch den laufenden Betrieb decken soll. Darin heißt es: "Sofern diese Kostendeckung nicht erreicht wird, obwohl der KJR eine sparsame und wirtschaftliche Betriebsführung nachweisen kann, übernimmt der Landkreis die ungedeckten Kosten." Bisher ist das auch gelungen. Nur hat Corona in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun übernimmt also der Landkreis das entstandene Defizit. Die Rücklage von etwa 14 000 Euro reicht nicht aus, um das Defizit eigenständig zu decken.

Eine weitere Möglichkeit der Hilfe war bisher nicht vorgesehen. Die Jugendarbeit des KJR in Vereinen, Gemeinden und Jugendorganisationen sollte in diesem Jahr mit insgesamt 126 000 Euro gefördert werden. Durch die coronabedingte Schließung wird dieser Betrag nicht vollständig ausgeschöpft.

Am 8. Juni wurde die Einrichtung wieder geöffnet. Bis zu 5000 Euro dürfen zurückbehalten und anders verwendet werden. Wegen der besonderen Situation hat die Verwaltung vorgeschlagen, diese Regelung einmalig aufzuweichen. Wie viel kann durch diese Umlagerung beigesteuert werden? "Das ist derzeit noch nicht absehbar", heißt es aus der Pressestelle. "Wir hoffen, bis Anfang Oktober 2020 hierzu nähere Angaben machen zu können."

Ferienpass auch in diesem Jahr

Fest steht weiterhin: "Trotz der schwierigen und ungewissen Situation, in der wir uns alle befinden, hat sich der Landkreis Erlangen-Höchstadt entschlossen, auch in diesem Jahr einen Ferienpass herauszugeben", schreibt Landrat Alexander Tritthart (CSU) im Vorwort zur Broschüre, in der die Angebote aufgelistet sind. Diese unterliegen derzeit natürlich kleinen, coronabedingten Einschränkungen