Zwei große Ziele hat der Landkreis Kulmbach im Auge. So hat man sich um das Qualitätssiegel "Bildungsregionen in Bayern" beworben und möchte zudem "Gesundheitsregion plus" werden. Nicole Neuber und Annekatrin Bütterich erstatteten hierzu in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses einen umfassenden Sachstandsberich.

Landrat Klaus Peter Söllner (FW) verhehlte zunächst nicht, dass es zum Thema "Gesundheitsregion plus" in den Fraktionen des Kreistags durchaus unterschiedliche Auffassungen gegeben habe. Staatsministerin Melanie Huml habe den Landkreis Kulmbach um eine Bewerbung gebeten - und so habe man sich schließlich auf den Weg gemacht.

Die Geschäftsstellenleiterin der "Gesundheitsregion plus" in Kulmbach, Annekatrin Bütterich, betonte, dass es bei dem staatlich geförderten Projekt um die Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Region sowie der kommunalen Gesundheitsförderung und Prävention gehe. Man wolle ein regionales Gesundheitsnetzwerk aufbauen. In einem Studiengang "Food, Nutrition and Health" würden "zukunftsweisende Fragestellungen an den Schnittstellen zwischen Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften" erarbeitet. Die Vergabe der Bedarfsanalyse soll laut Bütterich noch in diesem Monat erfolgen. Dazu lägen bereits detaillierte Honorarangebote vor.

Koordinatorin Nicole Neuber betonte, dass die Verleihung des Qualitätssiegels "Bildungsregion" 2021 erfolgen soll. Ziel sei vor allem, schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger zu vernetzen. Kein Talent dürfe mehr verloren gehen, Bürgergesellschaft müssten entwickelt und gestärkt werden

Hermann Anselstetter (SPD) zeigte sich sehr beeindruckt: "Ich erhoffe mir, dass sich damit ungemein positive Perspektiven eröffnen." Rei.