Uggiate Trevano ist seit mehr als 22 Jahren mit Adelsdorf verpartnert und in dieser Zeit entwickelte sich eine lebendige und blühende Partnerschaft. Viele gegenseitige Besuche führten auch zu etlichen persönlichen Freundschaften. Seit dem Shutdown im März ging natürlich nichts mehr. Ein Besuch zum San-Giuseppe-Fest am 19. März und die schon angekündigte Bierfahrt im Juli fielen Corona zum Opfer. Nur der Kontakt per E-Mail, Telefon und auch WhatsApp war möglich und wurde von den Freunden gerne genutzt.

Drei Opfer mit Vorerkrankungen

Uggiate Trevano liegt in der Lombardei knapp 80 Kilometer von Bergamo entfernt. Natürlich machten sich die Adelsdorfer viel Sorgen um ihre Freunde. Rita Lambrughi, die Bürgermeisterin, berichtete auf Anfrage, dass "nur" drei ältere Personen mit Vorerkrankungen dem Virus erlegen seien. Dies sei den strikten Auflagen der Regierung zu verdanken, denn bis vor Kurzem durfte man das Haus quasi nur (allein) zum Einkaufen verlassen. Nun sind endlich Bars und Restaurants wieder geöffnet. Natürlich müssen die Corona-Regeln eingehalten werden: Hände waschen, Mund-Nasenschutz und 1,5 Meter Abstand.

"Wir können nun die Lombardei wieder verlassen und ab 15. Juni dürfen wir sogar in die drei Kilometer entfernte Schweiz fahren, was bisher nur den Gastarbeitern erlaubt war", teilte Rita Lambrughi mit. Die Grundschullehrerin Luisa Molteni erklärte, dass die Schulen seit dem Shutdown geschlossen waren und auch vor den kürzlich begonnen Sommerferien nur "homeschooling" möglich war. Man hofft nun, dass bis zum Schulbeginn im September alles wieder normal laufen wird und dass die gefürchtete zweite Welle ausbleibt. jb