Bamberg — Mit Mittagspausen-Führungen machen die Dombergmuseen in Bamberg auf ihre Schätze aufmerksam: Für 25 Minuten Tapetenwechsel geht es am kommenden Mittwoch in die prachtvollen fürstbischöflichen Wohnräume der Neuen Residenz. Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn ließ den beeindruckenden Bau 1697 bis 1703 von Johann Leonhard Dientzenhofer errichten und von ausgewählten Künstlern ausstatten. Ein Höhepunkt ist das Anfang des 18. Jahrhunderts geschaffene "Chinesische Kabinett", das im Rahmen des Kunstsnacks zu sehen sein wird.
"Neben den klassischen Museen am Domberg, die Sammlungen und Kunstobjekte ausstellen, haben wir mit der Neuen Residenz ein musealisiertes Schloss, das nicht nur Hofhaltung der Fürstbischöfe, sondern auch Wohnsitz der Wittelsbacher war und damit heute ein Raumkunstmuseum vom Spätbarock bis hin zum Historismus ist", erklärt die Dombergkoordinatorin Birgit Kastner.
Der Kunstsnack am kommenden Mittwoch stellt jedoch nicht den berühmten Kaisersaal in den Fokus, sondern möchte unter dem Thema "Zu Gast beim Fürstbischof" die ehemaligen fürstbischöflichen Wohnräume mit Speisesaal, Audienzsaal und kleineren Repräsentationsräumen zeigen: Hierzu zählt auch das früheste "Chinesische Kabinett" Frankens, das auf den kunstsinnigen Lothar Franz von Schönborn zurückgeht und die Vorliebe für fernöstliche Kultur im 18. Jahrhundert dokumentiert.
Mit den mittäglichen Kunstsnacks sollen dem Publikum ausgewählte Kunstschätze am Domberg zugänglich und verständlich gemacht werden. Die "Kunstsnacks" am Domberg sind ein Angebot speziell für Einheimische und in Bamberg Berufstätige. Der kurze Kunstgenuss dauert 25 Minuten und findet einmal im Monat statt. red