Die Kreishandwerkerschaft Oberfranken veranstaltete kürzlich ihre Freisprechungsfeier für die Sommerprüfung im Großen Saal des „Haus des Handwerks“ in Kulmbach . 66 Prüflinge aus zehn Ausbildungsberufen des Handwerks nahmen daran teilen, 58 Prüflinge – 13 Frauen und 45 Männer – legten die Prüfungen mit Erfolg ab, sechs Prüflinge haben nicht bestanden und zwei Prüflinge haben sich krankheitsbedingt entschuldigt.

Mit 17 Teilnehmern stellten die Schreiner die meisten Teilnehmer, gefolgt vom Ausbildungsberuf Fleischer mit neun und Mechatroniker für Kältetechnik mit acht Teilnehmern.

Beste Absolventen wurden geehrt

Die sechs besten Junggesellen wurden bei der Freisprechungsfeier besonders ausgezeichnet: bei den Schreinern Thomas Götzl aus Schwarzenbach (Theorie 1,4, Praxis: 1,2) und Nicklas Kolb aus Ködnitz (1,2/1,4). Bei den Feinwerkmechanikern wurde Nils Potzel aus Thurnau (1,8) ausgezeichnet und bei den Fleischern Carina Schüssler aus Stadtsteinach (2,1/1,2) und Tim Zimmermann aus Ködnitz (2,4/1,3). Bei den Fachverkäufern hatte Anina Wunderlich aus Kirchenlamitz (2,1/1,4) den besten Abschluss.

Appell an die Politik

Kreishandwerksmeister Günther Stenglein freute sich, dass die Absolventen den „Schwingungsdämpfer Handwerk“ verstärken: „Sie werden gebraucht, hier und jetzt, aber wir Handwerker benötigen sichere Halterungen und müssen also Luft zum Atmen haben.Wir benötigen dringend bessere Rahmenbedingungen, um die derzeitigen Erdstöße ausgleichen zu können“, richtete er eine Forderung an die Politik.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks schätzt, dass alleine im Handwerk in Deutschland momentan rund 250.000 Fachkräfte fehlen. Rund 125.000 Handwerksbetriebe suchen in den nächsten fünf Jahren nach einem Nachfolger und vom Handelsblatt wurde der Fachkräftemangel kürzlich als größtes Wachstumsrisiko der deutschen Wirtschaft beschrieben.

„Damit bieten sich Ihnen herausragende Chancen und mittlerweile ist das alte Sprichwort vom Handwerk, das auf dem goldenen Boden steht, wieder topaktuell“, erklärte Matthias Graßmann, der Präsident der Handwerkskammer Oberfranken . Das Handwerk ermögliche nicht nur hervorragende Perspektiven für eine kontinuierliche Weiterentwicklung, sondern es gewähre auch ein gutes Einkommen an einem sicheren Arbeitsplatz. Werner Reißaus